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Melanoma

MELANOM (Schwarzer Hautkrebs) DefinitionBösartiger Tumor der Haut, die durch eine Veränderung im Erbmaterial entstehen. Melanome kommen nicht nur an der Haut vor, sie können auch von den Schleimhäuten oder vom Auge ausgehen.Epidemiologie - Inzidenz: Ca. 37 neue Erkrankungen pro 100 000 Einwohner pro Jahr.- Durchschnittsalter für Männer ist 67, für Frauen 60, aber auch junge Menschen können betroffen sein.UrsachenSchädigungen an der DNA, an Stellen, die für die Kontrolle des Zellwachstums und der Zellteilung zuständig sind. Diese Schädigungen treten in erster Linie durch ultraviolette (UV) Strahlung (Sonne, Solarium) auf.…

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MELANOM (Schwarzer Hautkrebs)

Definition

Bösartiger Tumor der Haut, die durch eine Veränderung im Erbmaterial entstehen. Melanome kommen nicht nur an der Haut vor, sie können auch von den Schleimhäuten oder vom Auge ausgehen.

Epidemiologie

- Inzidenz: Ca. 37 neue Erkrankungen pro 100 000 Einwohner pro Jahr.

- Durchschnittsalter für Männer ist 67, für Frauen 60, aber auch junge Menschen können betroffen sein.

Ursachen

Schädigungen an der DNA, an Stellen, die für die Kontrolle des Zellwachstums und der Zellteilung zuständig sind. Diese Schädigungen treten in erster Linie durch ultraviolette (UV) Strahlung (Sonne, Solarium) auf. Melanome treten vor allem an Sonnenexponierenden Stellen (Männer: Rücken, Brust. Frauen vor allem Beine. Für die Erkennung bzw. Auftreten des Melanom können Wochen bis Jahre dauern.

Ein Melanom breitet sich durch die Haut, zuerst in den oberen Hautschichten, wenn die Basalschicht der Haut durchbrochen ist, wird erst dann gefährlich.

Hauttyp I-II: Helle Hautfarbe, rote oder blonde Haare, Sommersprossen, helle Augen.

Viele Hautveränderungen (Leberflecken)

Immunschwäche (Medikamentös, Status nach Organtransplantation)

Genetisch (Familienanamnese)

Prophylaxe (Vorbeugung)

Sonnenschutz, regelmäßige Kontrolle der Haut, Schutz vor übermäßiger Sonnenstrahlung (speziell für Kinder und Jugendliche wichtig) vor allem bei reflektierenden Oberflächen (Wasser, Schnee, Sand, Beton oder Eis) mit Verstärkung der Sonneneinstrahlung. Besser im Schatten bleiben und Arme und Beine bedecken, Sonnenbrillen mit 100% UVA und UVB-Schutz.

Klinik

Sichbare Hautveränderung, Folgen ja nach betroffenem Organ z.b. Lungenmetastasen mit Dyspnoe, Pleuraergüsse oder Knochenmetastasen mit Schmerzen in den Knochen.

Diagnostik

ABCD-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Color, Dynamik/Veränderung über die Zeit). Bei Verdacht auf ein Melanom wird wird der gesamte Leberfleck chirurgisch entfernt und pathologisch untersucht. Das entfernte Melanom wird untersucht auf Tumordicke (Von der Epidermis bis zum tiefsten Melanomzellen) und Vorhandensein von Ulzerationen. Diese beiden Faktoren sind für die Prognose sehr entscheidend.

TIS Tumordicke nicht anwendbar

T1 Tumordicke 0- 1mm

T2 Tumordicke 1.01-2 mm

T3 Tumordicke 2.01 – 4 mm

T4 Tumordicke > 4 mm

Stadien

Je nach Tumordicke (mit oder ohne Ulzerierung), Befall von Lymphknoten und mögliche Metastasen.

Stadium 0: Melanom in situ, Melanomzellen in der Epidermis begrenzt

Stadium 1: Melanom nicht dicker als 2 mm, wenn ulzeriert (bis 1mm), keine Lymphknoten befallen, keine Metastasen.

Stadium 2: Tumordicke ab 2 mm, wenn ulzeriert (ab 1 mm), keine Lymphknoten oder andere Organe betroffen.

Stadium 3: Nahe gelegene Lymphknoten betroffen, keine Metastasen in Organen.

Stadium 4: Fernmetastasen vorhanden (Lunge, Leber, Gehirn, Knochen, …)

Wenn Tumorzellen in Lymph- und Blutbahnen gelangen und in die benachbarte Haut, in Lymphknoten, in entfernte Organe wie Lunge, Leber und Knochen gelangen spricht man von Metastasen. Daher ist bei Verdacht auf Metastasierung benachbarte Lymphknoten (Wächterlymphknoten) auch zu entfernen und histologisch zu untersuchen. Eventuell sind auch Röntgenuntersuchungen, Computertomographie oder PET-CT durchzuführen.

Therapie

Die meisten Patienten (Stadium 1 und 2) heilen durch eine Operation. Eventuell ist auch eine Nachresektion erforderlich. Diese Patienten werden dann regelmässig mit einem Dermatoskop nachuntersucht. In nur 5% der Fälle bestehen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen. Eine Therapie zum Zeitpunkt der Metastasierung ist sehr schwierig, deswegen ist eine Früherkennung der Melanome sehr wichtig und entscheidend.

Wenn der Wächterlymphknoten auch betroffen ist, wird eine adjuvante Therapie mittels z.B. Immuntherapie (Immun Checkpoint Inhibitoren) oder gezielte Therapie durchgeführt. Durch eine Immuntherapie werden die Tumorzellen für das Immunsystem erkennbar gemacht und zerstört. Eine Chemotherapie wird selten durchgeführt.

Wenn bereits Organe betroffen sind (Stadium 4), ist eine Heilung oft nicht mehr möglich. Eine palliative Therapie mit Verbesserung der Lebensqualität ist ebenso möglich. In so einem Fall ist eine Heilung nicht mehr möglich.

Anatomie Haut

Die Haut ist die äußerste Schicht des Körpers. Sie schützt uns vor Kälte, Hitze, Strahlung, Wasserverlust, chemischen Substanzen, Druck, Stößen und Reibung sowie vor den Mikroorganismen (Bakterien und Viren).

Einteilung:

Oberhaut (Epidermis)

Lederhaut (Dermis)

Unterhaut (Subkutis)

Melanozyten sind an der Basis der Oberhaut, sie bilden Melanin (brauner Farbstoff), welche über Ausläufern an hormonbildende Zellen unter anderem zum Sonnenschutz. Melanin färbt unsere Haut braun.

medwissen.ch