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Small intestine tumors and neuroendocrine tumors

Tumore des Dünndarms DefinitionDie Dünndarmtumore sind alle gutartigen und bösartigen Tumore des Dünndarms. Sie machen 1-5% aller gastrointestinalen Tumore aus.Risikofaktoren: Zöliakie, Morbus CrohnIm 5-6 Meter langen Dünndarm wird die Nahrung verdaut und in den Blutkreislauf aufgenommen. Der gesamte Dünndarm ist mit Zotten besetzt, um möglichst große Oberfläche für Resorption zu gewährleisten.SymptomeMeistens treten die Symptome erst auf, wenn Tumor bereits in einem hohen Stadium ist. …

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Tumore des Dünndarms

Definition

Die Dünndarmtumore sind alle gutartigen und bösartigen Tumore des Dünndarms. Sie machen 1-5% aller gastrointestinalen Tumore aus.

Risikofaktoren: Zöliakie, Morbus Crohn

Im 5-6 Meter langen Dünndarm wird die Nahrung verdaut und in den Blutkreislauf aufgenommen. Der gesamte Dünndarm ist mit Zotten besetzt, um möglichst große Oberfläche für Resorption zu gewährleisten.

Symptome

Meistens treten die Symptome erst auf, wenn Tumor bereits in einem hohen Stadium ist.

Blut im Stuhl

Kolikartige Bauchschmerzen

Übelkeit und Erbrechen

Diarrhoen

Blähungen

Subileus/Ileus

Darminvagination

Auch andere Beschwerden je nach Metastasen

Diagnose

Körperliche Untersuchung

Abdominelle Resistenz

Abwehrspannung

Geblähtes Abdomen

Labor

Anämie

Wie chronisch entzündliche Darmerkrankung

Tumormarker

CEA erhöht bei Adenokarzinom

Ultraschall

Tumore

Darmverdickung

Subileus/Ileus

Freie interenterische Flüssigkeit

Endoskopie

Duodenoskopie

Seitblickoptik

Single-Ballon- und Doppel-Ballon-Enteroskopie

Intraoperative Enteroskopie

Chromoendoskopie

Kapselendoskopie

Radiologische Verfahren

Röntgen nur bei Ileus hilfreich

CT in Spiraltechnik mit oraler Kontrastierung und Spasmolyse des Darms

MR, oft MR-Enteroklysma mit Gadolinium oder Polyethylenglycol

Metastasierung

Lymphogen

Hämatogen

zB. Lokal oder in die Leber oder Lymphknoten

Therapie

Je nach Lokalisation, Ausbreitung und Größe

Operativ: Meistens

Dünndarmresektion

Metastasen: Resektion

Debulking-OP: Embolisation, RFA, OLT; Begleittherapie; INF-a; Radionukleotide

Endoskopische Abtragung mittels Elektrokauter, Radiofrequenzablation (Hitze), Laserfototherapie (direkt auf den Tumor)

Bei bösartigen Tumoren Chemo- und Strahlentherapie: Verlängert Überleben und verbessert Symptome

Einteilung:

Gutartige: Viel häufiger, können solitär oder multipel sein, können Organe einengen und einen Darmverschluss verursachen, können auch bösartig entarten, es sind Dünndarmpolypen, gute Prognose, gutartige Tumore vor allem im Krummdarm

Symptome:

Blähungen

Schmerzen

Blutungen

Diarrhoe

Ileus mit Erbrechen

Einteilung:

Adenome: von der Schleimhaut, vollständige Entfernung, da bei villösen höheres Risiko einer Entartung besteht

Multiplen Adenomen des Dünndarms oft bei hereditären Polyposissyndromen

Histolgie

Tubulär

Tubulovillös

Villös

Leiomyom: von Muskelzellen

Stellen Schwannome, Neurofibrome, Desmoidfibrome oder Glomustumore dar.

Gastrointestinale Blutung oder intestinale Obstruktion

Fibrom/Neurofibrome: vom Bindegewebe / von Nervenzellen

Lipom: vom Fettgewebe

Häufig im distalen Ileum

Angiom: von den Gefäßen wie Hämangiome, selten

Oft gastrointestinale Blutung

Operation selten erforderlich

Neurogener Tumor: von den Nerven

Hamartom: Mischtumor

Im proximalem Duodenum

Von normaler Mukosa bedeckt, daher tiefe Biopsie erforderlich

Selten maligne Entartung

Gastrinome: Können Hormone freisetzen oder hormonähnliche Substanzen (Vipome) => Durchfall, Gesichtsrötung

Lyphoide noduläre Hyperplasien

Intestinale Noduläre Hyperplasie

Häufig im terminalem Ileum, bei Kindern, bei Patienten mit IgA-Mangel oder einer chronisch-variablen Immundefizinez vorzufinden

Polypen selten wie im Kolon

Bösartige: Dünndarmkrebs (Cancer of the Small Intestine)

sehr selten

Schneller Transit der Substanzen

Schneller Zellumsatz der Darmmukosa

Hohe Zahl von Lymphozyten und viel schützendes IgA

Protektives alkalisches Milieu

sind entweder primäre Tumore (entstehen direkt im Darm) oder Metastasen (Tochtergeschwülste einer anderen Tumorart)

Häufig nicht auf Darmwand begrenzt, sondern wächst in die benachbarte Darmschlingen ein und bildet Verwachsungen (Konglomerattumore)

0.33 Männer und 0.24 pro 100000 Einwohner (gemäss Robert Koch Institut 2003)

Etwa 10470 Erkrankte und 1450 Todesfälle im Jahr in den USA (Siegel RL, Miller KD, Jemal A: Cancer statistics, 2018. CA Cancer J Clin 68(1):7–30, 2018. doi: 10.3322/caac.21442.)

240 Fälle im Jahr in der Schweiz (<1% aller Krebserkrankungen)

58% Frauen, 42% Männer

>90% der Fälle 50 Jahre alt oder älter, 45% sogar 70 Jahre alt oder älter

5-Jahresüberlebensrate liegt bei 50%, Wenn Tumor auf Darmwand begrenzt ist die 5-Jahres-Überlebensrate 70%

Symptome

Blut im Stuhl

Darmverschluss mit krampfartigen Bauchschmerzen und Erbrechen

Diagnose

Enteroklyse: Doppelröntgen-Untersuchung, Röntgenaufnahme nach flüssiger Bariumflüssigkeit-Aufnahme über eine Nasensonde oder CT nach oraler Aufnahme von Barium

Ultraschalluntersuchungen

Endoskopie: Biopsie-Entnahme möglich

Gastroskopisch oder kolonoskopisch

Video-Kapselendoskopie:

Ursachen

Unklar

Wesentlich seltener wie im Dickdarm: Kürzere Passagezeit im Dünndarm, Chemikalien, Farbstoffe, Konservierungsstoffe haben weniger Zeit um einen Schaden zu richten

Risikofaktoren

Risiko steigt bei

Konsum vom roten Fleisch (Adenokarzinom)

Gemüse und Ballaststoffe sind Schutzfaktoren

Harnableitung über Dünndarm (Ileumkonduit)

Verdauungserkrankungen wie

Mb. Crohn (Adenokarzinom)

Zöliakie (Lymphome)

Andere Erkrankungen

HIV-Infektion

St. N. Organtransplantation

Erblich

Neurofibromatose

Hereditäre Multiple-Polyposis-Syndrome (z.b. Cronkhite-Canada-Syndrom, Cowden-Syndrom)

Hereditäte nichtpolypöses Kolonkarzinom-Syndrom (HNPCC) (Adenokarzinom)

Familiärer adenomatöse Polyposis (FAP)

80% der Patienten entwickeln Adenome und 10% Adenokarzinome

Peutz-Jeghers-Syndrom (vor allem Darmpolypen, die sich aber bösartig entarten können)

Malignitätsrisiko bei hamartomatösen Läsionen erhöht

Risiko erhöht wenn St. nach Dickdarmkarzinom

Ernährungsgewohnheiten?

Risiko für Adenokarzinome und neuroendokrine Tumore steigt etwas an bei St. nach Cholecystektomie

Komplikationen der Dünndarmtumore:

Ileus

Blutungen

Perforation mit nachfolgender Peritonitis

Metastasierung:

Lymphknoten

Lunge

Knochen

Peritonealkarzinose mit Aszites

Therapie: Abhängig von Lokalisation, Ausbreitung und Größe des Tumors

Chirurgische Resektion: Primäre Behandlungsform der bösartigen Tumore des Dünndarms, mit Sicherheitsabstand von mehreren Zentimetern

Explorative Laparotomie

Laparoskopie

Elektrokauterisierung, Thermokoagulation oder Laser-Phototherapie während der Enteroskopie oder Operation

Strahlen-Chemotherapie: Verkleinert Tumor, auch primer nichtoperable Tumoren können nach einer neoadjuvanten Therapie (kombinierte Strahlenchemotherapie) auch chirurgisch entfernt werden

Regelmässige Nachkontrollen um einen Rezidiv rechtseitig zu diagnostizieren.

Diese Therapien warden einzeln oder in Kombination durchgeführt

Einteilung: Primäre Dünndarmtumore gehen auch wie gutartige von unterschiedlichen Zellen des Dünndarms aus.

Karzinom: von der Schleimhaut ausgehend

Ampulläre (Papillen-) Adenokarzinome

Männer doppelt so häufiger betroffen

Überwiegend bei 60 LJ

Vorstufen: Tubulovillöse oder villöse Adenome

Papillenhyperplasie = Präkanzerose

Bei FAP Risiko für Papillenneoplasien deutlich höher

Wachsen langsam und metastasieren spät

Häufig mit Ikterus und Pruritus, Cholestase im Labor

Diagnose: ERCP, Endosonographie

Adenokarzinom des Dünndarms: Häufigste Form, 1-2 Drittel aller malignen Dünndarmtumore, 50% in Duodenum, erhöhtes Risiko bei Patienten mit Morbus Crohn vor allem im Ileum

Symptome: Blutung, Ileus mit krampfartigen Bauchschmerzen, Aufblähung, Erbrechen

Entstehung typischerweise im Duodenum oder im proximalem Jejunum

Hohe Rezidivrate, daher neo- und adjuvante Chemotherapie diskutiert

Prognose

Stadium I (12% zum Zeitpunkt der Diagnose): 5 JÜR 65%

Stadium II (30%): 5 JÜR 48%

Stadium III (26%): 5 JÜR 35%

Stadium IV (32%): 5 JÜR 4%

Staging

Primätumor (T)

Tx: Primärtumor nicht bestimmbar

T0: Kein Hinweis auf Primärtumor

Tis: Carcinoma in situ

T1: Tumorausdehnung bis Lamina propria oder Submukosa

T2: Tumorausdehnung bis muskularis propria

T3: Tumorausdehnung <2 cm bis Subserosa oder bis Mesenterium/Retroperitoneum

T4: Tumorausdehnung >2 cm bis über das viszerale Peritoneum oder Invasion von Nachbarorganen

Regionale Lymphknoten

NX: Regionale Lymphknoten nicht bestimmbar

N0: Kein Hinweis aus regionale Lymphknoten

N1: Regionale Lymphknotenmetastasen

Fernmetastasen

MX: Fernmetastasen nicht bestimmbar

M0: Keine Fernmetastasen

M1: Fernmetastasen

Stadieneinteilung

Stadium 0: Tis, N0, M0

Stadium I: T1 oder T2, N0, M0

Stadium II: T3 oder T4, N0, M0

Stadium III: Jedes T, N1, M0

Stadium IV: Jedes T, Jedes N, M1

Neuroendokrine Tumoren (NET): Im Jejunum und Ileum funktionelle NET (30%) und nicht funktionelle NET (70%) sowie Gastrinome im Duodenum. Von Zellen des diffusen neuroendokrinen Systems, den enterochromaffinen (EC) Zellen, ausgehend.

Marker: CK8, CD56, Synaptophysin

Einteilung:

Niedrigmaligne (Karzinoide): G1, Proliferationsindex Ki-67<= 2%

Intermediär maligne: G2, Ki-67-Index >2-20%

Hochmaligne: Ki-67-Index > 20%, auch als neuroendokrine Karzinome (NEC) bezeichnet

(Non-)funktionelle enroendokrine Tumoren inkl. Karzinoide

Karzinoid: Neuroendokriner Tumor, der von bestimmten hormonbildenden Zellen (APUD) ausgeht. Es produziert oft Hormone, die zu Durchfall und Hautrötung führen. Am häufigsten sind Karzinoide im Dünndarms (75% primär im Dünndarm), besonders im Ileum oder Blinddarm. 50% multiple aufttretend, wenn Größe über 2 cm 80% bereits zum Zeitpunkt der Operation lokal oder hepatisch metastasiert.

Symptome:

Hitzewallungen

Herzklopfen

Bauchschmerzen und Durchfall

30% verursachen Obstruktion, Schmerzen, Blutungen oder ein Karzinoid-Syndrom

GI-Blutung

Karzinoid Trias: Diarrhoe, Flush und Bronchospasmus

Diagnose:

Hormone oder ihre Abbauprodukte im Blut nachweisbar

Therapie:

Operation (R0 Resektion), evtl. wiederholte Eingriffe notwendig

Chemotherapie und andere Medikamente, die die Hormonbildung hemmen

Und/oder Strahlentherapie

Ganglioneurome

Gastrinome

10-25% im proximalen Duodenum

60% bösartig

Metastasieren früh in LK und Leber

Produzieren Gastrin

Einzeln oder multiple

Gastrin führt zu Refluxsymptomen, peptischen Ulcera und Diarrhoe (Zollinger-Ellison-Syndrom)

Hyperazidität des Magens (pH<2)

Erhöhter Serumgastrinspiegel

Therapie: Operation, Langzeit PPI-Therapie

Samatostatinome

VIPome

Lymphom: vom Lymphgewebe (MALT = Mukosa-assoziierten lympahtischen System) ausgehend, Krebs des Lymphsystems, Darmabschnitte werden steif oder verlängern sich, selten, häufiger bei Patienten mit unbehandelter Zöliakie vorzufinden, betrifft Jejunum und Ileum

Risikofaktoren:

Zöliakie

Morbus Crohn

Z.n. Organtransplantation oder Radio-/Chemnotherapie oder Immunmangelsyndrome

Einteilung:

Niedrigmaligne (30%)

Hochmaligne (70%)

Sowie

B-Zell-Lymphom

Vor allem großzellige B-Zell-Lymphom

T-Zell-Lymphom: Seltener

Enteropathie-assozierte T-Zell-Lymphom (EATL) (bei Zöliakie)

Periphere T-Zell-Lymphom

Symptome

Schmerzen

Appetitverlust

Ileus/Obstruktion

Gewichtsverlust

Erbrechen

Obstipation

Diarrhoe

Nachtschweiß

Perforation

Gastrointestinale Blutung

Fieber

Palpabler Tumor

Stenose

Therapie:

Chemo- und Strahlentherapie (Verlängert Überleben und verbessert Symptome)

Chirurgische Therapie spielt hier eine untergeordnete Rolle

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)

2-7/100000 Einwohner

Vor allem im Magen (50%)

Metastasierung bevorzugt in die Leber (65%) und diffus in das Peritoneum (20%)

Histologisch: Spindelig (2/3) oder epitheloidzellig (1/3)

Immunophenotyp: DOG1, CD117, CD34 neativ, S100 negativ, Aktin negative

Symptome

Bauchschmerzen

Gastrointestinale Blutungen

Dyspeptische Beschwerden

Übelkeit und Erbrechen

Therapie

Operative Resektion

Standart adjuvante Chemotherapie

Sarkom: vom Muskel- und Bindegewebe ausgehend

Kaposi-Sarkom: Hautkrebs, die auch inneren Organe befallen kann (vor allem Magen, Dünndarm oder distaler Dickdarm, tritt öfters bei Patienten mit HIV-Infektion auf, erstmals bei älteren jüdischen und italienischen Männer beschrieben, besonders agressiv bei Afrikanern, Organspendeempfängern und AIDS-Patienten, bis 40% Befall des Gastrointestinaltraktes

Symptome: Gastrointestinale Formen meisten symptomlos, öfters begleitet mit Blutungen, Durchfall, Proteinverlustenteropathie, Darminvagination

Therapie: Abhängig vom Zelltyp, Lokalisation und Ausmaß

Operation

Chemotherapie

Strahlentherapie

Leiomyosarkom: Krebs der glatten Muskelzellen

Therapie: Operation, postoperative Chemotherapie (Verlängert Überleben)

Epitheliale Tumoren

Adenokarzinom

Muzinöses Adenokarzinom

Siegelringzellkarzinom

Kleinzelliges Karzinom

Plattenepithelkarzinom

Adenosquamöses Karzinom

Medulläres Karzinom

Undifferenziertes Karzinom

Mesenchymale Tumoren:

Leiomysarkome

Liposarkome

Kaposisarkome

Hämangiosarkom

Sekundäre Dünndarmtumoren (Malignome)

Melanome

Bronchialkarzinome

Mammakarzinome

Schilddrüsenkarzinome

Ovarialkarzinome

Histologische Klassifikation

Epitheliale Tumoren

Adenome

Tubulär

Villös

Tubulovillös

Intraepitheliale Neoplasie (Dysplasie) assoziiert mit chronisch inflammatorischen Erkrankungen

Niedrigmaligne glanduläre intraepitheliale Neoplasie

Hochmaligne glanduläre intraepitheliale Neoplasie

Karzinome

Adenokarzinome

Muzinöses Adenokarzinom

Siegelringzellkarzinom

Kleinzelliges Karzinom

Squamöses Zellkarzinom

Adenosquamöses Karzinom

Medulläres Karzinom

Undifferenziertes Karzinom

Karzinoid (gut differenziertes endokrines Neoplasma)

Gastrinproduzierender Tumor, funktionell (Gastrinom) oder nicht funktionell

Somatostatinproduzierender Tumor

EC-Zell-, serotoninproduzierendes Neoplasma

L-Zell-, „glucagon-like petide”- und PP/PYY-produzierende Tumoren

Gemischtes Karzinoid-Adenokarzinom

Gangliomytisches Paragangliom

Nicht epitheliale Tumoren

Lipom

Leiomyom

Gastrointestinale Stomatumoren

Leiomysarkom

Angiosarkom

Kaposi-Sarkom

Maligne Lymphome

Immunoproliferative Dünndarmkrankheit (beinhaltet Alpha-Schwerkettenerkrankung, IPSID)

Westlicher Typ des B-Zell-Lymphoms der MALT

Mantellymphom

Burkitt-Lymphom

Burkitt-ähnliches/atypisches Burkitt-Lymphom

T-Zell-Lymphom

Enteropathieassoziiert

Unspezifisch

Sekundäre Tumoren

Polypen

Hyperplastisch (metaplastisch)

Peutz-Jeghers-Syndrom

Juvenil

Metastasenresektion

Primäre Malignome: = Dünndarmkarzinom: 70% haben bereits Metastasen zum Zeitpunkt der Diagnose, sind eher selten, Prognose: 10-45%

Therapie

Dünndarmresektion und Lymphadenektomie

Sekundäre Malignome: z.B. Melanommetastasen, Magenkrebs, Pankreaskarzinom

Therapie

Metastasenresektion

Debulking-OP:

Embolisation

RFA

OLT

Begleittherapie

INF-a, (Octreotid)

Radionukleotide

CTG

Neuroendokrine Neoplasien (NEN)

Definition: Das sind Tumoren, die aus der peptid- und aminproduzierenden Zellen des disseminierten neuroendokrinen Systems entstehen. Dazu zählen die neuroendokrinen Tumoren (NET) und die neuroendokrinen Karzinomen (NEC) mit unterschiedlicher Grading:

Neuroendokrine Tumoren (NET): G1 und G2

Neurokendokrine Karzinome (NEC): G3

Hormonell aktiv (paraneoplastisches Syndrom) oder hormonell inaktiv

Systeme:

Vernetztes neuroendokrines System:

Adeno-Hypophyse

C-Zellen der Schilddrüse

Nebenschilddrüse

Nebenniere

Disseminiertes neuroendokrines System:

GI-Trakt

Pankreas

Bronchialsystem

Haut

Urogenitaltrakt

Ursprünge:

Epithelialer Ursprung

GEP-NEN (fore-, mid- and hindgut) im GI-Trakt und Pankreas (pNEN)

SCLC – Atypisches Karzinoid

Karzinoid:

Bronchien (foregut)

Kutane NEN (Merkelzell Tumor der Haut)

Medulläres Schilddrüsenkarzinom

Neuraler Ursprung

Neuroblastome

Phäochromozytome

Paragangliome

Ganglioneurome

Einteilung

Gut differenzierte NEN

G1 NET: <3% Ki67

G2 NET: 3-20% Ki67

G3 NET: >20% Ki67

schlecht differenziert NEN

G3 NEC: >20% Ki67

Subtypen:

small cell type

large cell type.

Hoch maligne, z.B. kleinzelliges Bronchialkarzinom

Mixed neuroendocrine-nonneuroendocrine neoplasm (MiNEN)

Diagnose

Chromogranin A

Einteilung nach Lokalisation

Forgut (bis Treitz´schen Flexur)

Midgut (bis linke Kolonflexur)

Hindgut

Multiple endokrine Neoplasie (MEN)

Definition: MEN ist ein seltenes, hereditär-neuroendokrines Tumorsyndromen mit Überfunktion von mehreren endokrinen Organe. 1/50 000 Einwohner betroffen. Diagnose durch Genanalyse. Differenzialdiagnose: Sporadische NET

Therapie:

Meist operativ, hohe Rezidivrate

Bei metastasierenden: Antiprolieferative Therapie mit Somatostatinanaloga (Lanreotid, Octreotid)

Everolimus, Sunitinib, systemische Chemotherapien

Prognose

Bei regelmäßiger Kontrolle und zurückhaltender Betreuung sehr gute Prognose

Einteilung

MEN1: Werner Syndrom, seltene (Prävalenz 1-2/100 000 Einwohner), autosomal-dominante Erkrankung, die durch Inaktivierung des MEN1-Tumorsupressorgens (Menin) verursacht (bei 90% nachweisbar), bei MEN1-Mutation klinische Erkrankungswahrscheinlichkeit sehr hoch (Penetranz über 90%), keine Genotyp-Phänotyp-Korrelation.

Einteilung

Hyperparathyreoidismus

Hypophysenadenome

Gastroentero-pankreatische Tumoren

Klinik:

Primäre Hyperparathyreodismus

Häufigste Form mit Adenomen der Nebenschilddrüse (>90% der Patienten)

Klinik: Hyperkalzämie, Nephrolithiasis, Osteoporose

Therapie: Parathyreodektomie mit oder ohne Autotransplantation

Hochdifferenzierte neuroendokrine Tumoren des Pankreas und Duodenums

Funktionell oder nicht-funktionell

Diagnose bei ca. 50% der Patienten

Gastrinom (20-30%): GI-Ulzera und Diarrhoe (Zollinger-Ellison-Syndrom)

Therapie: Op, PPI, evtl. Somatostatinrezeptor-Agonisten oder Systemtherapie

Insulinom (10-20%): Hyperglykämie

Therapie: Op, evtl. Somatostatinrezeptor-Agonisten oder Systemtherapie

Andere funktionelle NET (<1%): Sekretion von VIP, Glukagon, GHRH, ACTH, Somatostatin

Therapie: Op, evtl. Somatostatinrezeptor-Agonisten oder Systemtherapie

Nicht funktionelle NET (10-30%): Symptomatik bei größeren Tumoren

Therapie: Op, evtl. Somatostatinrezeptor-Agonisten oder Systemtherapie

Hypophysenadenome

Ca. 40-50% der Patienten

Prolactinom (20-30%): Zyklusstörungen, Galactorrhoe, Hypogonadismus

Therapie: D2-Agonist, evtl. Op

GH-produzierendes Adenom (10%): Akromegalie

Therapie: Op, evtl. Somatostatinrezeptor-Agonisten

ACTH-produzierendes Adenom (<5%): Cushing-Syndrom

Therapie: Op

TSH-produzierendes Adenom (<1%): Zentrale Hyperthyreose

Therapie: Op

Hormoninaktives Adenom (10%): Gesichtsfelddefekt, Hypophyseninsuffizienz

Therapie: Op

Nebennierentumoren (20-30%): Vor allem hormoninaktive Adenome

Therapie: Op

Bronchopulmonale NET (<5%): Meist nicht funktionell, asymptomatisch

Therapie: Op, evtl. Somatostatinrezeptor-Agonisten

NET vom Thymus (<5%)

Therapie: Op

NET vom Magen (10%): Meistens multiple kleine Tumore

Therapie: Endoskopische Abtragung, Operative Resektion

Hauttumoren (30-80%)

Angiofibrome/Kollagenome (20-80%): Oft Gesicht/Nasen-Bereich

Therapie: Evtl. kosmetische Therapie

Lipome (10-30%)

Therapie: OP bei Symptomatik

Diagnostik

Klinik

Labor, vor allem endokrinologisch

Sonographie

Endoskopie

CT

MR

Nuklearmedizin

MEN1-Genanalyse

Wenn schon MEN1 typische Neoplasien

Wenn positiv: Nachsorge

MEN2: Es ist ein autosomal dominant vererbtes hereditäres Tumorsyndrom, das durch Aktivierung des RET-Protoonkogens verursacht wird. Enge Korrelation zwischen Genotyp und klinischem Phänotyp. Penetranz über 90%, aber unterschiedlicher klinischer Verlauf.

Einteilung:

Calcitonin-produzierendes medulläres Schilddrüsenkarzinom: In frühen Stadien asymptomatisch, jedoch früh lymphogen metastasierend, Diagnose wegen hohen Calcitonin und sonographischen Befund. Selten Diarrhoe wegen hohem Calcitonin

Therapie

Op: Totale Thyreoidektomie, je nach Größe und präoperativer Calcitonin zervikale Lymphadenektomie

Calcitonin postoperativ negativ

Sehr gute Prognose (Heilung)

Auch bei inoperabler Metastasierung

Resektion des Primärtumors zur Verhinderung der lokoregionären Komplikationen

Systemische Therapie

Multikinaseinhibitoren (Vandetanib oder Cabozantinib)

Tyrosinkinaseinhibitoren

Evtl. prophylaktische Thyreoidektomie bei den Familienangehörigen des positivem RET-Mutationsstatus

Bei Kindern der MEN2B Thyreoidektomie schon im ersten Lebensjahr

Metastasierung

Lympphogen

Pulmonal

Hepatisch

Ossär

Lokoregionär

Untergruppen:

MEN2A

= Simple-Syndrom

70% der MEN2-Fälle

C-Zellkarzinom (medulläres Schilddrüsenkarzinom)

Phäochromozytom (50% der Fälle)

Primärer Hyperparathreoidismus (20% der Fälle)

MEN2B (MEN3)

= Gorlin-Syndrom

Seltener

10% der MEN2-Fälle

Marfanoider Habitus

Leptosomaler, schlanker Körperbau

Lange Extremitäten

Arachnodaktilie

Überstreckbarkeit der Gelenke

Typischer Merkmale im Gesicht, mukokutan und intestinale Ganglioneurome

Typisch im 1. Lebensjahr die Alakrimie (Tränenlosigkeit)

FMTC-only

Familiäres Schilddrüsenkarzinom

20% der MEN2-Fälle

Diagnose

Erhöhung des Calcitonins im Serum

CEA im Serum erhöht

Sonographischer Knoten in der Schilddrüse mit Mikroverkalkungen: Echoarm, irregulär begrenz

CT oder MR (Hals, Thorax, Abdomen

Bei Hyperparathyreoidismus:

Labor (Calcitonin)

Sonographie Schilddrüse

Szintigraphie

Bei Jüngeren RET-Genanalyse

Bei Phäochromozytom:

Labor (Calcitonin)

Sonographie Schilddrüse

MR Abdomen oder CT

Evt. Szintigraphie oder PET-CT

Bei Jüngeren RET-Genanalyse

Genanalyse (RET-Keimbahnmutation)

Bei Medullärem Schilddrüsenkarzinom

RET-Genanalyse

Risiko für Phäochromocytom und pHPT erhöht

MEN4

Selten

MEN1-mutationsnegativ mit Adenomen der Nebenschilddrüse, Hypophyse und pankreatischen NET sowie gutarrtige Tumoren der Gonaden, Nebenniere und Schilddrüse

Neuroendokrine Tumore des GI-Traktes

Ösophagus

Sehr selten

Therapie

Resektion

Magen

Typ 1: Atrophe Gastritis (Typ A)

Führt zu Erhöhung von Gastrin (G-Zellen) Erhöhung von ECL Dysplasie Neoplasie sowie Mikrokarzinoidose.

Therapie:

Bei Durchmesser 1-2 cm: Endoskopische Mukosa-Resektion (EMR), jährliche Gastroskopie.

Typ 2: Gastrinom (MEN1)

Zollinger Ellison Syndrom

Therapie

Bei Durchmesser 1-2 cm: Endoskopische Mukosa-Resektion (EMR)

Typ 3: Sporadische NET

Therapie

Bei Durchmesser > 1-2cm: Gastrektomie und evtl. auch Lymphadenektomie sowie evtl. Debulking mittels Metastasektomie.

Typ 4: Neuroendokrines Karzinom

Therapie: Gastrektomie und evtl. auch Lymphadenektomie

Dünndarm

Zollinger Ellison Syndrom (Gastrinom)

Gastrin im Serum erhöht

Hochdifferenziertes NET

Karzinoid

Ileum am häufigsten betroffen

Primärtumor oft asymptomatisch

Desmoide Reaktion (typisch)

Oft inoperabler Tumor

Hormonell aktiv: 5-SHT(Serotonin)

Typisch

Oft Symptome bei Metastasierung

Flush

Kardiale Beschwerden

Therapie: Dünndarmresektion mit Lymphadenektomie

Gering differenziertes NEC

Therapie: Dünndarmresektion und evtl. Lymphadenektomie, und evtl Debuliking Metastasektomie

Appendix

Oft bei Zufallsbefund bei Zustand nach Appendektomie (AE)

Therapie

Bei < 2cm und Appendixspitze AE

Ansonsten Hemikolektomie rechts mit Lymphadenektomie

Goblet cell carcinoid der Appendix

= Adenokarzinoid

Drüsenartige Differenzierung

Wie ein Kolonkarzinom zu behandeln

Dickdarm

Eher proximales Kolon

Meistens NEC

Therapie:

Wenn < 2 cm: Endoskopische Abtragung oder Segmentresektion

Wenn > 2 cm: wie Kolonkarzinom

Rektum

Selten

Meist klein

Oft peranale Blutung

Fast immer hormoninaktiv

> 2 cm 60-80 % Metatsasen

Therapie:

Wenn > 1 cm: wie Rektumkarzinom

Ansonsten endoskopisch

Neuroendokrine Tumore des Pankreas (pNEN)

Auch im Vorderdarm vorkommend

Auch im Rahmen der MEN1 vorkommend (Funktionell aktiv oder inaktiv)

Einteilung

Hormonell aktiv

Insulinom

Hormonell aktiv

Hormonell inaktiv (20-35%)

Früh Symptome

95% benigne

90% solitär

Therapie:

Enukleation

Bei hormonell aktiven NECS: Distale Pankreas- oder Pankreaskopfresektion

Zollinger Ellison Syndrom (Gastrinom)

Häufigste Lokalisation: „Gastrinom-Dreieck“

Eher maligne (80-90%)

Therapie: Resektion mit Lymphknoten-Dissektion, Duodenotomie

Karzinoid-Syndrom

Serotonin

Meist im Ileum

Symptome:

Flush

Diarrhoe

Kardiale Probleme (TRINS, Endokardfibrose, Pulmonalisstenose)

Erst bei Metastasierung

Verner-Morrison-Syndrom

VIP = VIPOM (Vasoaktives intestinales Peptid)

WDHA (water diarrhea hypokalemia achlorhydria)

Glucagon-Syndrom

Glukagon

Milder D.m.

Chronisch wandernder Ausschlag

Somatostatinom-Syndrom

Somatostatin

Diarrhoe

Milder D.m.

Fettstühle

Gallensteine

medwissen.ch