Penetrierende Verletzungen: Iatrogen (Endoskopie) oder durch Fremdkörper (Fremdkörper verschluckt, Stichverletzungen, Thoraxtrauma
Nicht-penetrierende Verletzungen: Verätzungen durch Säuren oder Laugen führen zum Glottisödem mit Atemnot und Erstickungsgefahr.
Perforation / Spontanruptur
Schleimhautriss
Verätzungen
Hämatemesis
Dysphagie
Dyspnoe
Fieber
Pneumothorax
Schluckakt- Röntgen
Ösophagogastroskopie
Kleinere Verletzungen konservativ:
Nahrungskarenz
i.v. Ernährung
Antibiose
Drainage in Wundgebiet.
Ausgiebige Spülung mit Wasser
Steroide und Antibiotika
Bei größere Verletzung/komplette Ruptur chirurgische Versorgung. Je schneller die Behandlung/Chirurgie, desto besser die Überlebensrate, vor allem bei Verletzungen unterhalb des Zwerchfells mit akutem Abdomen (Notfall)
Verletzung im oberen Bereich: Zugang im Halsbereich oder thorakal
Verletzungen im unteren Bereich: Längst-Laparotomie im Oberbauch
Kleine Verletzungen: Lokale Naht
Verletzung mit Umgebungsentzündung: Radikale Entfernung: Entfernung der Speiseröhrenanteile sowie nach 3-6 Monaten Magenhochzug oder Dickdarminterponat. Bis dahin Ernährung durch eine Ernährungssonde (PEG-Sonde)
Längere Intensivbetreuung
Komplikationen: Mediastinitis (50% Sterberate)
Spontanruptur / Perforation (Boerhaave-Syndrom)
Riss durch die gesamte Wandschicht der Speiseröhre
Entzündung in Brusthöhle sowie Sepsis Bakterien
Spontanruptur ist extrem selten
Ruptur immer links thorakal im unteren Drittel (Schwachstelle), extrem selten nur abdominell
Absoluter Notfall
m>f
Alter: Häufig 50-70
Ursache:
Starkes Erbrechen (bei Alkoholkonsum) mit Druckerhöhung in der Speiseröhre
Symptome:
Übelkeit
Starkes Erbrechen
Schmerzen
Dysphagie
Pleuraerguss
Dyspnoe
Mediastinales Emphysem
Hautemphysem
Pneumothorax
KM-Austritt
Mediastinitis
Hohe Letalität
Diagnose
Schuckakt-Röntgen
CT
Röntgen
Endoskopie
Therapie:
Stabilisierung durch Infusionen
Magenabsaugung
Antibiotikum
Analgetika
Nahrungskarenz, keine Nahrung per os
Endoskopie mit Stenteinlage und Magensonden-Einlage
Drainage
Übernähung
Notfallösophagektomie
Schleimhautriss (Mallory-Weiss-Syndrom)
Oberflächlich-längliche Einrisse der Speiseröhrenschleimhaut ohne ein Loch
Auf Mukosa und Submukosa begrenzt
m>f
Selten lebensbedrohlich
Lokalisation: subcardial
Symptome:
Epigastrische Schmerzen
Hämatemesis
Ursache:
Starkes Erbrechen (bei Alkoholkonsum/-exzess und/oder chron. Refluxösophagitis, Bulimie, Krampanfall, Husten)
Würgen
Stumpfes Bauchtrauma
Diagnose: Endoskopie
Therapie:
Schocktherapie (Hämorrhagischer Schock)
Endoskopische Blutstillung (Clips, Fibrinkleber)
Selten Operation
Ursachen:
Laugen führen zur Kolliquationsnekrose (größere Eindringtiefe, dramatisch)
Säuren führen zur Koagulationsnekrose
Symptome
— Schockzustand der Patienten, retrosternale Schmerzen und Symptome des akuten Abdomens möglich
— Mundschleimhautveränderungen
— Schluckakt mit anionischem, wasserlöslichem Kontrastmittel – Ausschluss einer Perforation. Cave: Vorsicht beim Endoskopieren!
Graduierung der Ösophagusverätzung:
1: nur Schleimhaut (Restitution ad integrum)
2: Schleimhaut und Muskularis, narbige Strikturen
3: alle Waschechten, Nekrose
Therapie:
Schocktherapie
Entlastung, Protonenpumpenhemmer, Schleimhautprotektiva, Kortikosteroide
Später Bougierungen
Narbige Veränderungen v.a. Strikturen haben hohes Entartungsrisiko, Chirurgische Sanierung erst im Intervall
Vergiftungszentrale
Endoskopie nach 24H
Siehe Rekonstruktion Ösophagus unter Ösophagustumore