Sackförmige Ausstülpungen der Mukosa durch muskelschwache Areale (Pulsationsdivertikel) oder zipfelförmige Ausziehungen der gesamten Ösophaguswand (Traktionsösophagus)
Schluckaktröntgen
Endoskopie
Evtl. Manometrie
Pathogenese: — Dyskinesie des Ösophagus, meist Ältere Pat., unphysiologischer Druckanstieg infolge ungeordneter Peristaltik Ausstülpung an präformierten Schwachstellen vor den physiologischen Engen (am oberen Ösophagusmund – Leimerschen Dreieck (Zenkerdivertikel) bzw. knapp proximal des Ösophagusdurchtritts durch Zwerchfell (epiphrenisches Divertikel), Abgang des Divertikel fast immer sehr schmal
Formen:
— Zenker-Divertikel: zwischen Constrictor pharyngis inferior und M. cricothyroideus; Regurgitation, übler Mundgeruch, Dysphagie, Aspiration, Pneumonie, entleerbar durch Kopfdrehungen und Druck von außen
Therapie: Zervikale Freilegung, Abtragung mit Klammernahtgerät, Längstmyotomie (Schwellenmyotomie – Durchtrennung des M. cricothyreoideus) distal der Abtragungsstelle, sonst rasch rezidiv
— Epiphrenischer Divertikel: Dysphagie, epigastrisches Druckgefühl, Gewichtsverlust, Aspirationsneigung
Therapie: Linksthorakotomie und dann wie Zenkerdivertikel
Parabronchiale Divertiel (Bifurkationsdivertikel): Diese befinden sich in der Nähe der Bifurkation der Trachea im Bereich der Gewebeverbindungen aus der Fetalzeit.
— Durch Zug von schrumpfenden paraösophagealen Lymphknoten, Divertikelmund meist weit, Predilektionsstelle ist subkarinale Region
— Kaum Symptomatik, meist Zufallsbefund durch Schluckaktröntgen
— Kaum operative Indikation, und wenn schon dann Abtragung über eine Rechtsthorakotomie, weil auf der linken Seite die großen Gefäße wie Aortenbogen am Weg sind siehe Bild unten:
Oben sehen wir eine Schichtaufnahme vom Thorax (CT-Thorax) von unten an, der Patient liegt auf dem Rücken. Links sehen wir die Aorta, hinten die Wirbelsäule und rechts kommt man leichter zur Speiseröhre, deswegen die Operation über einer Rechtsthorakotomie
