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Lung carcinoma

Bronchuskarzinom Definition: Symptome: Husten, blutig tingiertes Sputum, Schmerzen, Gewichtsverlust, Dyspnoe  leider Spätsymptome— Häufigste Todesursache bei Männern in den Industrieländern, bei Frauen möglicherweise auch bald!— Ätiologie: 95% durch Rauchen verursacht! —  Prognose 25-30% resektabelÜbrige funktionell (chron. Obstr. Lungenerkrankungen) inoperabel oder wegen Fernmetastasierung bzw. lokale Tumorausdehnung nicht resektabelpostoperativ abhängib von: — Lymphknotenbefall — Vorhandensein von mikrovaskulärer Invasion — Tumorstadium — 75% der Resezierten sterben innerhalb der ersten 5 postoperativen Jahren Gute Prognose für periphere Tumoren im asymptomatischen Stadium…

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Bronchuskarzinom

Definition:

Symptome:

Husten,

blutig tingiertes Sputum,

Schmerzen,

Gewichtsverlust,

Dyspnoe  leider Spätsymptome

— Häufigste Todesursache bei Männern in den Industrieländern, bei Frauen möglicherweise auch bald!

— Ätiologie: 95% durch Rauchen verursacht!

Prognose

25-30% resektabel

Übrige funktionell (chron. Obstr. Lungenerkrankungen) inoperabel oder wegen Fernmetastasierung bzw. lokale Tumorausdehnung nicht resektabel

postoperativ abhängib von:

— Lymphknotenbefall

— Vorhandensein von mikrovaskulärer Invasion

— Tumorstadium

— 75% der Resezierten sterben innerhalb der ersten 5 postoperativen Jahren

Gute Prognose für periphere Tumoren im asymptomatischen Stadium

Screeninguntersuchungen bei Rauchern (einmal pro 4 Monate)  Reduktion der Sterblichkeit

Enorme volkswirtschaftliche Schaden

Diagnose:

Thorax-Rö, 

CT-Thorax, 

Bronchoskopie, 

Fernmetastasensuche, 

Funktionsdiagnostik

— Kleinzelliges Bronchuskarzinom

— Schlecht differenzierter neuro-endokriner Bronchuskarzinome (neuroendokrines Karzinom G3)

— Meist zu spät, aggressives Tumor

— Chirurgie-Chemotherapie-Strahlentherapie oder auch präoperative Chemotherapie (Langzeitprognose ca. 10-15 %)

— Nicht-Kleinzelliges Bronchuskarzinom

— Plattenepithel-, Adeno- und großzelliges Karzinom + einige andere seltene Subtypen

— Mäßiges Wachstumstendenz  primäre Resektion  bessere Langzeitprognosen

— Wenn inoperabel  Radiotherapie

— Wie beim kleinezelligen meist palliativ

— Mischformen

— Überwiegende Kleinzellige bzw. Nicht-Kleinzellige Komponenten entscheiden über weitere Therapie

Resektabilitätskriterien (Bronchuskarzinom)

— Funktionelle Kriterien

— Eingriff kardiopulmonal tolerabel

— Onkologische Kriterien

— Keine Fernmetastasen

— Keine Lymphknoten (extrathorakal, kontralateral, paratracheal, ipsilateral) – Ausnahme: Bronchuskarzinom mit nur primärer cerebraler Metastasektomie

— Lokale Kriterien

— Kein Tumoreinbruch in mediastinale Strukturen, in die großen Gefäße der Pleurakuppel

— Tumorinfiltration im Bronchialsystem nach cranial darf nicht mehr als 2 cm distal der Hauptcarina sein

— Bei einigen Resektion trotzdem möglich  Ergebnisse ernüchternd

Chirurgie

— Lobektomie bzw re. Bilobektomie

— Pneumonektomie

— Jeweils mit extensiver Lymphadenektomie

— Ausmaß der Resektion nach intraoperativen Lokalbefund

— Manchmal broncho- und angioplastische Methoden

— Keine kleine Resektionen bei Bronchuscarzinom

Intraoperative Radiotherapie

— Wenn Resektion nicht tolerabel

— Thorakothomie

— Hohe Einzeldosis schneller Elektronen

— Postoperativ konventionell fraktionierte externe Bestrahlungsserie

— Bei adäquater Patientenselektion Tumoreradikation möglich

Seltene Tumoren der Lunge

— Neuroendokrines Bronchuskarzinom G1 (=Benignes Bronchuskarzinoid und G2 (=atypisches Bronchuskarzinoid)

— Verwandt mit kleinzelligen Bronchuskarzinom und dem neuroendokrinen Bronchuskarzinom G3

— G1 nach Resektion geheilt, auch limitierte Resektionsverfahren ausreichend

— G2 hat 10-Jahres-Überlebensrate 50%, malign, wie Bronchuskarzinom resezieren

Laterale Thorakotomie

Lokalisation:

Am 4. Interkostalraum

— Traecheal-, Bifurkationschirurgie

Am 5. Interkostalraum

— Oberlappenprozesse

— Pneumonektomie

Am 6. Interkostalraum

— Pneumonektomie

— Unterlappenprozesse

— Durchtrennung des M. latissimus dorsi

— Seitliche Abpräparation des M. serratus anterior

— Schälung der interkostalen Gefäß- und Muskelbündel aus dem Sulkus der jeweiligen Rippe

— Pleuraeröffnung

— mit einem Spreizer Rippe im kostotransversalen Gelenk luxiert (Rippe manchmal reseziert zB schrumpfende Prozesse der Pleura (entzündliche Schwarte, Mesotheliom)

Mediane, longitudinale Sternotomie

— Längstdurchtrennung des Sternums

— Ventrale Lungenabschnitte und beide Oberlappen

— Oberlappenektomie

— Dorsalen Abschnitte nicht gut zugänglich

— Sternotomienentlastungszeit 3 Monate

Quere Sternotomie mit bilateraler, anterolateraler Thorakotomie

— Meist am 5. Interkostalraum

— Beide Lungen gut zugänglich

— Postoperativ häufig starke Neuralgien

— Ind.:

1. Bilaterale Lungenmetastasen

2. Lungenemphysemchirurgie

3. Lungentransplantation

Lungenresektion

— Anatomie der Lunge individueller Variabilität

(bronchial, vaskulär)

— Vor Resektion Abtragungsstellen auf Tumorfreiheit untersuchen

— Vor Resektion venösen Abstrom bei onkologischen Patienten abdrosseln  keine Tumorzellausschwemmung

Pneumektomie

— Stamm der A. pulmonalis (li. distal der Lig. Botalli), V. pulmonalis superior und inferior präpariert und angeschlungen

— N. recurrens (unter dem Aortenbogen) schonen

— N. phrenicus kann man opfern, weil Zwerchfell auf der resezierten Seite nicht erforderlich

— Lig. Pulmonale durchtrennen

— Gefäß zentral nicht darstellbar  intraperikardial anschlingen möglich

— Resektabilität des Bronchus klären

— Gefäße nach zentral hin verschließen und peripher Umstechungsnähte oder Klemmen

— Hauptbronchus auch maschinell verschließen und absetzen

— Pleuralappen bei rigiden Knorpelstangen über Bronchus geschleppt

— Drain in die Pleurahöhle und an ein Rückschlagventil

— Thorakotomieverschluss

Lobektomie

— Lappen identifizieren und präparieren

— Lig. Pulmonale durchtrennen

— Drainierende Vene anschlingen oder drosseln

— N. phrenicus ist zu schonen

— Pulmonalartrerienäste nacheinander präparieren und anschlingen

— Bestimmung des Bronchus

— Pulmonalvene mit Nähapparat verschließen

— Segmentarterien mit Ligaturen und Durchstechungsligaturen verschließen

— Bronchus wieder maschinell verschließen und absetzen

— Pleuralappen meist nicht erforderlich

— Wenn Septierung des Lappenspalts nicht existiert Resektion unter Belüftung der Restlunge

— Verbleibende Lungenlappen an Pleura verankert

Segmentresektion

— Ind.: meist benigne Läsionen

— Periphere Aufzweigung des bronchovaskulären „Baums“ präparieren

— Lumenverschluss allseits mit Durchstechungen

— Naht und Absetzen des Bronchus

— Resektion unter Belüftung der Restlunge

Subsegmentationen

— Auch durchgeführt bei offener Lungenbiopsie

— Keilresektion (Klemmenresektion)

 Auch videothoraskoskopisch möglich

Enukleation: Läsion mit Kapsel reseziert

Lymphadenektomie

— Bei malignen Indikationen

— Am Hilus, perihilär, paraösophageal, paratracheal, paratracheal, parabronchial bis kontralateral

— Manchmal bei benigen Erkr., um Präparation der hilären Strukturen zu ermöglichen

— Resektionsanalyse  Resektionsrand-Schnellschnitt und möglicherweise Nachresektion

— Wenn zentrale Organgrenzen überschritten  erzwungene Resektion mit Bronchoplastik – schlechte Prognose

— Wenn Thoraxwand oder Zwerchfell befallen  Mitresektion – gute Prognose

Tracheotomie

— Durchtrennung der Haut

— Durchtrennung der Linea alba coli

1. Superior - Oberhalb des Isthmus

— Chondritisgefahr des Krikoids

2. Media - Hinter dem Isthmus (Isthmus durchtrennen, tracheatomia media = transthmica)

— In Höhe 2-3. Trachealring

3. Inferior - Unterhalb des Isthmus

— Arrosionsblutungsgefahr, weil hier Truncus brachiocephalicus

Trachealresektion

— Narbig stenosierende Prozesse

 Langzeitintubation, Strumaresektion

— Trachealtumore

— Streckung der Resttrachea

— Keine Trachealprothesen

Bronchotomie

— Benigne Tumoren im zentralen Bronchialsystem

— Rezidiv bei endoluminaler Abtragung

— Stielregion aus Bronchuswand en bloc entfernen

— Verschluss direkt oder bronchoplastisch

— Wenn keine Abtragung möglich Bronchoplastik:

1. Tumor bis zum Hauptbronchus bzw. Carina reichend

2. Oberlappentumore bis zum Ostium reichend (wenn Lobektomie nicht möglich)

3. Tracheabifurkationstumore

Thorakoskopie (Lunge, Pleura)

— Tuberkulosechirurgie

— Video-assistierte Thorakoskopie (VATS)

— Nur möglich bei Ein-Lungen-Anästhesie und freier Lungenspalt

— Endoskopische Klammernahtgeräte

— Gleichzeitige Klammerung an zwei Seiten und Durchtrennung

— Am Ende 1 oder 2 Thoraxdrains

Indikationen für VATS

— Gute Erreichbarkeit

— Praktikable Größe

— Exstirpation kleiner, peripherer Lungenläsionen

— Exstirpation benigner Tumore an Thoraxwand bzw. an Pleura visceralis

— Exstirpation benigner gut erreichbarer Mediastinaltumore (zB. Sympathikusneurinom)

— Exstirpation von Perikardzysten

— Abtragung lokalisierter Emphysemblasen bei Spontanpneumothorax

— Volumenreduktionschirurgie der Lunge

— Bei Bronchuskarzinom nicht akzeptiert, da Lymphadenektomie nicht suffizient

Thorakoskopische Lobektomie

— Kleine Thorakotomie (Hilfsschnitt), um das Resektat zu entfernen

— Videounterstützt

— Eher bei Benignen

Sarkom

— Prognose schlechter als Bronchuskarzinom

— Gleiche Resektionskriterien wie Bronchuskarzinom

Lungenmetastasen

— Pulmonale Metastasektomie – Standardverfahren

— Bei erfolgreich behandeltem Primärtumor

— Keine extrapulmonale Metastasen

— Gesamt-5-Jahres-Überlebensrate 20%

— Tumortypabhängig

— Indikationen

— Metastasenresuduen nach erfolgreicher Chemotherapie (zB. Teratokarzinom des Hodens, Osteosarkom)

— Metastasen von chemoresistenten bzw. langsamwachsenden Tumoren

— Pulmonale Herde unklarer Dignität

Metastasektomie

— Lungensegmentenzuordnung

— Nach Zugang Palpation der abgeschalteten Lunge

— Extirbation (1 cm Sicherheitsabstand) oder Keilresektion der Metastasen

— Bei zentralinfiltrierten Tumoren wird lobektomiert

— Pro Seite 10-15 kleine Herde entfernbar

— Primäre Luftdichte der Entnahmestellen

Benigne Tumoren der Lunge

— Meist zufällig entdeckt

— Etwa 3% der Rundherde

— Meistens limitierte Resektion (Enukleation, Keilresektion), selten Lob- bzw Pneumoektomie

— Gute Prognose

Häufige Neoplasien

— Chondrohamartom

— Fibrom

— Lipom

Entzündlicher Pseudotumor

— Chron. entz., lokalisierte Prozesse

 Fibrosierung  Verdichtungsareale

— Oft auf Malignome verdächtig

— Th: Exstirpation

Spontanpneumothorax

— Spontan

— und infolge juvenilen, lokalisierten Emphysems (kaum ipsilateral rezidivierend) bzw. Narbenemphysems

— diffuse Emphysemformen

— Zentrolobulär (Tendenz zur Neubildung von Blasen)

— Panazinär (schlechteste Prognose, meist bei Alphy-1-Antitrypsin-Mangel)

— Leichtes Stechen, Druckgefühl, starke Schmerzen, Dyspnoe, Hustenstöße – verschlechternd, Spontanatmung Spannungspneumothorax – Dyspnoe, Einflußstau – geringe Auswurfleistung des Herzens

— Symptomatik auch kontralateral auftretend

— Pneumothorax  keinen Flugtransport

— Th: Thoraxsaugdrainage (12 cm Sog für eine Woche, geklemmt, nach 24h Drain entfernt), wenn weiter persistierend VATS + mechanische Irritation der parietalen Pleura als Rezidivprophylaxe

— Zigarttenkonsum als Promotor

— Verbot des Tauchsports mit Pressluftgeräten

Emphysemchirurgie

— Isolierte Riesenbullae

— Parenchymrarefizierung und Überblähung  isolierte, uni- oder bilaterale Riesenbullae

— Dyspnoe, Ruptur der Bulla  Pneumothorax, Einblutung und Superinfektion selten

— Th: Resektion (Anlegen einer Klammarnaht über Widerlagenstreifen (allogenes Perikard, resorbierbarer Kunststoffpatch - luftdicht verschließen!), nach 3-4 Jahre rezidivierend

— Diffuse, nichtbullöse Lungenüberblähung

— Max. Extention des Thoraxvolumens (Tonnenkonfiguration), völlige Abflachung der Zwerchfellkuppeln

— Schwerste Dyspnoe, O2- und Kortisonpflichtig, Kandidaten für Lungentransplantation

— Th: Volumenreduktion

— schlecht perfundierende Areale szintigraphisch identifiziert

— Physiotherapeutische Vorbereitung

— Zugang Sternothomie bzw. bilaterale Thorakotomie, evtl. thorakoskopisch

— Mit Klammarnahtgerät reseziert (widerlagenverstärkend luftdicht verschließen!)

— 3-5 Jahre Transplantationsverzögerung oder noch länger möglich

Kongenitale Lungenfehlbildungen mit Manifestation im Erwachsenenalter

— Zysten und dysplastische Fehlanlagen (oft erst später symptomatisch)

— Bronchogene Zyste

— Intrapulmonal oder mediastinal

— Verdrängungssymptomatik oder Superinfektion möglich

— Bronchopulmonale Sequestration

— Dysplastischer Lungenanteil

— Symptome durch sekundären Bronchusanschluß mit Superinfektion und Hämopnoe, durch Blutung ausdysplastischen Arterien oder evtl. AV-Shunt

— Rö: imponierend als Tumor bzw. zystisches oder bronchiektatisches Areal

— Th: Resektion

Operation

— Eröffnung des Pleuraraums bzw. eine abdomino-thorakaler Zugang

— Manchmal Ausschalten der Lunge auf der operierten Seite – Ventilation über einen speziellen Doppellumentubus über die kontralaterale Lunge

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