Definition
Die Cholecystitis ist eine Entzündung der Gallenblase.
Einteilung nach Verlauf:
Akute Cholecystitis
plötzlich und unmittelbar auftretend
fast immer, in 90-95% der Fälle durch einen Verschluss des Ductus cysticus durch einen Stein verursacht (kalkulöse Cholezystitis) mit:
Überdehnung und Ischämie der Gallenblasenwand
chemisch durch Freizetzung von zytotoxischen Substanzen wie
Lysolecithin
bakteriell durch:
E. coli
Klebsiella
Streptokokken
Enterokokken
Clostridien
5-10% der Fälle sind akalkulös (ohne Gallensteine)
Chronische Cholecystitis:
langsam und lang andauernd
mit wiederholten akuten/subakuten Schüben
fast immer mit Gallensteinen assoziiert
in 25% der Patienten Bakterien in der Galle nachweisbar
führt zu Fibrosierung und Wandverdickung der Gallenblase
Klinik
andauernde Schmerzen im rechten Oberbauch (typischerweise > 6-12 h, im Gegensatz zur Gallenkolik)
Druckschmerz im rechten Oberbauch (positives Murphy-Zeichen)
Übelkeit und Erbrechen
Fieber (v.a. bei bakterieller Infektion)
Reduzierter Allgemeinzustand
Evtl. palpable Gallenblase im rechten Oberbauch
bei Cholestase:
Ikterus
dunkler Urin
heller Stuhl
Patient ggf. im reduzierten Allgemein- und gutem Ernährungszustand
Abwehrspannung im rechten Oberbauch
Druckschmerz sowie Klopfschmerz unter dem rechten Rippenbogen
keine sonstigen pathologischen Resistenzen tastbar
Darmgeräusche unauffällig
Nierenlager frei
Stuhl und Harn ggf. unauffällig bzw. cholestaseabhängig verändert
Bruchpforten geschlossen
Kein Fieber
Kein Schüttelfrost
Gallensteine (Cholecystolithiasis, bile stones), die den Ductus cysticus verschließen, das führt zu: Gallenblasenhydrops, Druckanstieg, Ischämie der Wand, chemische Entzündung (u.a. Lysolecithin).
90-95% of the cases of acute Cholecystitis due to gallstone-associated cystic duct obstruction.
(„Acute Cholecystitis: A Review - Jared R Gallaher, Anthony Charles; JAMA. 2022 Mar 8;327(10):965-975. doi:10.1001/jama.2022.2350. PMID: 35258527“)
5-10% of acute cholecystitis are acalculous cholecystitis without stones. („Acute Cholecystitis: A Review - Jared R Gallaher, Anthony Charles; JAMA. 2022 Mar 8;327(10):965-975. doi:10.1001/jama.2022.2350. PMID: 35258527“)
häufig bei schwer kranken Patienten mit
Mortalität von ca. 30-50% in schweren Verläufen
assoziert mit:
schwere Traumen
Verbrennungen
große Operationen
parenterale Ernährung
Schock / Multiorganversagen
Sepsis
Diabetes mellitus
systemische Vaskulitis
akutes Nierenversagen
Atherosklerose
Cholecystektomie
Evtl. Cholecystostomie
deutlich höhere Mortalität als kalkuläre Form
Frauen 3x häufiger betroffen
Welche Steine:
Cholesterinsteine
80% der Fälle
when the bile contains too much cholesterol
Pigmentsteine
Schwarze: ca. 10% of the stones
when there are too much bilirubin in the bile
very hard
Braune
when there are bacteria in the gallbladder.
Gemischte Steine
Asymptomatische Cholecystolithiasis:
häufig
10-15 % der Bevölkerung haben Gallensteine
80% davon asymptomatisch
keine Koliken
keine Beschwerden
keine OP-Indikation
Symptomatische Cholecystolithiasis
1-3% der Patienten mit Cholecystolithiasis entwickeln Symptome bzw. akute Erkrankung pro Jahr
Ist eine Indikation für eine Cholecystektomie
Symptome:
Schmerzen im rechten Oberbauch
Gallenkolik
starke, wellenförmige krampfartige Schmerzen in Oberbauch oder Epigastrium
Kleine Steine verursachen häufiger Koliken
Dauern ca. 30 Minuten bis mehrere Stunden (<6h)
Ausstrahlung in die rechte Bauchseite, rechte Schulter und Thorax sowie Rücken, Magenregion möglich
Therapie:
Analgetika
Novalgin
Spasmolytika
Buscopan (Butylscopolamin)
Antibiotika
If there is an Inflammation (Infektion, Cholezystitis)
Gallensteine auflösen: bei Gallensteinpatienten, nicht bei akuter Cholezystitis
Extrakorporale Schallwellenlithotripsie
Therapie mit Ursodesoxycholsäure
Cholecystektomie
Prophylaxe:
Sport
getting plenty of exercise
Diät
Wenig Fett und Cholesterin
Wenig tierisches Fett
Viel Gemüse
Gewichtsabnahme
Prädisponierende Faktoren für Gallensteine:
6F´s:
fair (blond)
female (weiblich)
forty (über 40 Jahre alt)
fat (übergewichtig, obesity)
family (Genetic predisposition)
flatulent (Meteorismus)
fertile (pregnancy)
Genetisch
Hyperlipidämie
Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen
V. a. Morbus Crohn
Diabetes mellitus / Insulin
Parenterale Ernährung
Rapide Gewichtsabnahme
Sekundäre Gallenblaseninfektion lymphogen/hämatogen oder aufsteigend aus dem Duodenum
häufig
Erreger:
E. coli
Klebsiella
Enterokokken
Proteus mirabilis
20% der Patienten mit akuter Cholecystitis sind sekundär mit Darmkeimen besiedelt.
Laborchemische Parameter
Cholestasezeichen
GGT erhöht
AP erhöht
ggf. Bilirubin erhöht (v.a. bei begleitender Choledocholithiasis)
Entzündungsparameter:
Leukocyten erhöht
CRP erhöht
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) erhöht
unspezifisch
Differentialdiagnosen
Gastritis / Ulcus duodeni/ventriculi
Gallenkolik / Cholecystolithiasis
Cholangitis
Appendicitis
Ileus
Tumorerkrankungen
Pankreaskarzinom
Gallengangskarzinom
Nierensteine
Pyelonephritis
Pankreatitis
Hepatitis
Komplikationen
Gangrän der Gallenblase
in 2-30% der Fälle
Risiko erhöht bei schwerer akuter Cholecystitis
vor allem bei Männer > 50 mit kardiovaskulären Erkrankungen und Leukozytose
frühzeitige Cholezystektomie erforderlich
vor allem bei Hochrisikopatienten
Empyem der Gallenblase (Gallenblaseneiterung)
Gallenblasenperforation
selten oder schwerwiegend
Patienten spüren kurzzeitig eine Erleichterung durch Druckentlastung
Führt zu einer Peritonitis
Mortalität bei freier Perforation: 30%
Cholangitis (Gallengangsentzündung)
begleitende Pankreatitis
Ileus / Fistel
Fistel mit benachbarten Darmschlingen
Steine können so in den Darm gelangen und einen Ileus hervorrufen.
Chirurgische Cholecystektomie indiziert.
Sepsis
Diagnostik
Anamnese
Klinische Untersuchung
Labor
Entzündungsparameter
Leukocyten erhöht
CRP erhöht
Cholestaseparameter
GGT erhöht
AP erhöht
ggf. Bilirubin erhöht
Bildgebung
Abdomenübersichtsröntgen (Vorsicht: Schwangerschaft)
freie Luft
Ileus
Ultraschall (Methode der Wahl)
vergrößerte Gallenblase
Gallensteine
Gallenblasenwandverdickung (>3 mm)
ödematöse Gallenblasenwandverdickung
pericholecystische Flüssigkeit
Dreischichtung / Mehrschichtung der Wand
Cholestase
Porzellangallenblase durch chronische Entzündung
Folge der chronischen Cholezystitis
erhöhtes Risiko für Gallenblasenkarzinom
for acute cholecystitis: sensitivity 81%, specificity 83%
(„Acute Cholecystitis: A Review - Jared R Gallaher, Anthony Charles; JAMA. 2022 Mar 8;327(10):965-975. doi:10.1001/jama.2022.2350. PMID: 35258527“)
Hyperämischer pericholecystischer Blutfluss im Farb-Dopplersono
CT
bei unklarer Diagnose
Komplikationen
Perforation
Abszess
Gangrän
MRT / MRCP
Darstellung der Gallenwege
Choledocholithiasis
Choledocholithiasis
akute Cholangitis
biliary pancreatitis
systemic conditions
Therapie
Nahrungskarenz
Fasten
Infusionstherapie / Rehydratation
i.v.-Flüssigkeitszufuhr
Sauerstoffgabe bei Bedarf
Antibiotische Therapie mittels z.B.
Cefuroxim 1,5 g i.v. alle 8h + Metronidazol 500mg i.v.alle 8 h
Piperacillin/Tazobac 4.5 g i.v. alle 8 h
Ciprofloxacin 400 mg i.v. alle 8-12 h + Metronidazol 500mg i.v. alle 8 h
Analgesie i.v.
NSAR
Diclofenac
Novalgin
Opioide bei Bedarf
Bei schwer krankenpatienten, die nicht operationstauglich sind:
percutaneous or endoscopic gallbladder drainage (GBD)
in order to control the source of infection
improve patient`s conditions
Verzögerte laparoskopische Cholecystectomie (DLC) nach 6 Wochen
(The Diagnosis and Treatment of Acute Cholecystitis: A Comprehensive Narrative Review for a Practical Approach. Lara Mencarini, Amanda Vestito, Rocco Maurizio Zagari, Marco Montagnani. 2024, Journal of Clinical Medicine)
Perkutane Cholezystostomie:
minimal invasiv
bei Patienten mit schwerer Komorbidität und hohem
Besserung des Zustandes bei 1/3 der Patienten
Perkutane transhepatische Drainage
Bei inoperablen Patienten, z. B. mit schlechter Herzfunktion oder schwerer Allgemeinerkrankung
In pregmant women:
In cirrhotic patients
In elderly patients
Operative Therapie
Cholecystektomie (Therapie der Wahl)
ist die operative Entfernung der Gallenblase
laparoskopisch bevorzugt
oder offen mittels subkostalen Hautschnitt bei
Komplikationen
oder schwierigen Verhältnissen
Früh laparoskopische Cholecystektomie (early laparoscopic cholecystectomy - ELC)
Standardtherapie bei akuter Cholecystitis aufgrund der häufigen Rezidive von Symptomen und der möglichen Komplikationen der Gallensteinerkrankung bis zur Intervalloperation.
For acute cholecystitis, early laparoscopic cholecystectomy within 72 hours (3 days) of symptom onset is the first-line treatment, with a possible extension up to 7-10 days after symptom onset..
(„Acute Cholecystitis: A Review - Jared R Gallaher, Anthony Charles; JAMA. 2022 Mar 8;327(10):965-975. doi:10.1001/jama.2022.2350. PMID: 35258527“)
(The Diagnosis and Treatment of Acute Cholecystitis: A Comprehensive Narrative Review for a Practical Approach. Lara Mencarini, Amanda Vestito, Rocco Maurizio Zagari, Marco Montagnani. 2024, Journal of Clinical Medicine)
2))
6))
weniger Komplikationen und kürzere Krankenhausliegezeiten.
Ca. 20% der Patienten müssen sofort operiert, da ansonsten generalisierte Peritonitis oder empyematische Cholecystitis mit eventuell Gangrän oder Perforation die Folge ist.
Bei Komplikationen oder schwerem Verlauf sofortige Operation erforderlich
Indikationen:
Perforation
Empyem
Gangrän
generalisierter Peritonitis
Frühzeitige Cholecystektomie besser als die spätere Intervall-Cholecystektomie
selten kontraindiziert
(The Diagnosis and Treatment of Acute Cholecystitis: A Comprehensive Narrative Review for a Practical Approach. Lara Mencarini, Amanda Vestito, Rocco Maurizio Zagari, Marco Montagnani. 2024, Journal of Clinical Medicine)
minimiert Komplikationen wie Gallenkoliken, Rezidiv für akute Cholecystitis, cholangitis, pankreatitis und deren systemische Komplikationen.
(The Diagnosis and Treatment of Acute Cholecystitis: A Comprehensive Narrative Review for a Practical Approach. Lara Mencarini, Amanda Vestito, Rocco Maurizio Zagari, Marco Montagnani. 2024, Journal of Clinical Medicine)
Intervall-Cholecystektomie
selten
bei komplizierten Verläufen oder initial nicht operablen Patienten
nach ca. 6-12 Wochen
Offene Cholecystektomie wird 6-12 Wochen nach dem akuten Ereignis durchgeführt.
Bei Komplikationen
wenn laparoskopisch nicht möglich
(The Diagnosis and Treatment of Acute Cholecystitis: A Comprehensive Narrative Review for a Practical Approach. Lara Mencarini, Amanda Vestito, Rocco Maurizio Zagari, Marco Montagnani. 2024, Journal of Clinical Medicine)
Laparoskopische Cholecystektomie:
z.B. Der/Die PatientIn wird vom Hausarzt zugewiesen wegen einer Cholecystolithiasis zur Begutachtung. Er/Sie stellte sich bei uns in der Ambulanz:
mit kolikartigen Gallenbeschwerden schon seit mehreren Jahren, v.a. nach üppigem fettigem Essen, vor.
aufgrund von seit Längerem bestehenden intermittierenden Oberbauchschmerzen, v.a. postbrandial, vor.
In der Ultraschalluntersuchung/Bildgebung zeigte sich:
eine Cholecystolithiasis.
eine Cholecystolithiasis sowie Zeichen einer chron. Cholecystitis.
In Rücksprache mit dem/der Pat. haben wir die Indikation für eine laparoskop. Cholecystektomie gestellt. Der/Die Pat.íentIn wurde über den Eingriff, den postop. Verlauf sowie mögliche Komplikationen ausführlich aufgeklärt und erklärte sich sowohl mündlich als auch schriftlich mit dem Eingriff einverstanden. Die chirurg. Aufklärung liegt unterschrieben vor.
Operationsverlauf: (grün: OP-Schritte, blau: Alternativer Verlauf)
Narkose:
In Intubationsnarkose
In Allgemein(intubations)narkose
Lage:
Intubierter Patient in Rückenlage, French-Position
Desinfektion und steriles Abdecken
Steriles Waschen und Abdecken
Team time out (TTO) ohne Auffälligkeiten
Antibiotikumprophylaxe mit Tazobac 4,5g 3x tgl. i.v. als Single shot oder es ist bereits am laufen.
Ciprofloxacin 400mg 3x tgl. i.v. + Metronidazol 500 mg 3x tgl. i.v.
(Evtl. ) Nach lokaler Infiltration mit einem Lokalanästheticum
Hautschnitt
paraumbilical links
Infraumbilicaler Hautschnitt
Supraumbilikale Hautinzision
Offenes Eingehen ins Abdomen und Erstellen des Pneumoperitoneums.
Eröffnung der Faszie und des Peritoneums.
Einbringen des 12mm Trokars und Anlage des Pneumoperitoneums.
Erstellen eines Pneumoperitoneums mittels Sicherheitsnadel nach den üblichen Sicherheitstests
Oder Anlegen eines Pneumoperitoneums über die Sicherheitsnadel bzw.
Einführen eines 10 oder 12 mm-Trokars und der Optik
Einführen des Trokars und der Optik.
Eingehen mit der Kamera nach Erstellen eines Pneumoperitoneums.
Insufflieren mit CO2
Inspektion des Op-Situs.
Die grobkursorische Übersichtslaparoskopie zeigt eine z.B. stark entzündete Gallenblase mit beginnender Nekrose am Fundus, Corpus, Infundibulum or Collum sowie freier Flüssigkeit und Fibrinbeläge im rechten Oberbauch. Insgesamt ist der Oberbauch frei von Adhäsionen, sodass die weiteren Torkare problemlos wie folgt eingebracht werden können:
In der Übersichtslaparoskopie zeigen sich z.B. omentale Adhäsionen zur Bauchdecke im linken und rechten Hemiabdomen, die Gallenblase ist nicht sichtbar. Nach mühsamem Lösen der Adhäsionen um die Gallenblase, kann dies dann identifiziert werden.
Einbringen von zwei 5 mm Trokaren in die rechte Oberbauchmitte parallel zum Nabel sowie eines 12 mm Trokars im linken Oberbauch eher medialseitig, jeweils unter Sicht.
Einführen eines 5 mm Trokars unter dem Xiphoid unter Sicht sowie eines weiteren 5 mm Trokars im rechten Unterbauch unter Sicht. sowie eines 10 - 12 mm Trokars im linken Oberbauch unter Sicht
Einstellen der Gallenblase.
Dabei zeigt sich die Gallenblasenwand … (also Gallenblase beschreiben)
Die Gallenblase ist massiv prall und kann nicht evertiert werden. Deshalb werden mittels Punktionsnadel insgesamt rund 150 ml acholische Galle abgesaugt. Anschliessend kann die Gallenblase gefasst und evertiert werden.
Zunächst müssen noch omentale Verwachsungen zur Leber hin gelöst werden. Nun ist eine bessere Exposition möglich.
Nun wird zunächst das Omentum von der Gallenblase stumpf gelöst.
Gallenblasenhilus ist stark entzündlich verändert
Anterior und posterior wird das Peritoneum eröffnet
Präparation der Gallenblase in Richtung Infudibulum
Präparation des Ductus cysticus sowie der A. cystica
Freipräparation des Ductus cysticus und Verfolgung desselben bis zum Infundibulum der Gallenblase
Verschluss des Ductus cysticus gallenblasenwärts und leberwärts.
Durchtrennung des Duct. cysticus.
Verschluss des Ductus cysticus mit zwei proximalen und einem distalen Clip Hem-O-Loc Clips und Durchtrennen.
Verfolgung der A. cystica bis zum Infundibulum der Gallenblase und Versorgung:
wie das Duct. cysticus und Durchtrennung.
Verschluss der A. cystica mit je einem Metallclip nach beiden Seiten und Durchtrennen dazwischen.
Ausschälen der Gallenblase aus dem Leberbett.
Blutstillung
Bergung der Gallenblase mit dem Bergesack.
Einbringen des Endocatch und Bergen der Gallenblase
Anschließend Extraktion der Gallenblase über dem umbilicalen Zugang nach Erweiterung der Faszienlücke.
Abgabe der Gallenblase zur histologischen Analyse.
Blutstillung im Leberbett
Spülung des Gallenblasenbettes sowie im kleinen Becken
Einlegen eines Easy-Flow-Drains
Ablassen des Pneumoperitoneums.
Entgasen
Entferung des Trokare unter Sicht
Verschluss der umbilicalen Fascienlücke mittels Z-Naht
Naht der umbilicalen Fascie mittels Z- Naht.
Hautverschluss mit Einzelknopfnähten / Rückstichnähten der Stärke 4.0 Dermalon.
Steriler Wundverband.
Zügiger Nahrungsaufnahme nach individueller Verträglichkeit
Ernährung: Ab 4h postoperativ schluckweise trinken
Tee / Suppe / Joghurt
Keine Antibiose erforderlich
Evtl. Antibiose mit z.B. Tazobac weiter
Antibiose mit Metronidazol 3x 500mg i.v. und Ciprofloxacin 400mg 3x tgl. i.v.
Silikondrain / Blake belassen und auf Sog / Easy Flow belassen
Wir empfehlen körperliche Schonung für 4 Wochen, kein Heben von schweren Lasten (< 5 kg) für 8 Wochen.
Regelmäßge Wundkontrollen und Nahtentfernung nach 10-12 Tagen bei unauffälliger Wundheilung.
Fragmin 5000 I.U. / Enoxaparin 2000 I.U. oder Inhixa 4000 I.E. s.c. ab 6h postoperativ wenn kein Hinweis auf Blutung.
Morgen Labor (inkl. Gerinnung und Cholestaseparameter)
Histologie abwarten und weiterverfolgen
Offene Cholezystektomie:
Meistens durch eine Konversion der laparoskopischen Technik, wenn z.B. das Callotsche Dreieck nicht klar identifiziert werden, deshalb Entscheid zur Konversion.
Oder die Gallenblase ist im Fundusbereich deutlich verhärtet und nicht fassbar. Ablassen der acholischen Galle und Abgabe zur Mikrobiologie. Rechtsseitige Mobilisation der Gallenblase aus dem Leberbett, linksseitig schlecht möglich, da die Schichten nicht darstellbar. Eröffnen der Gallenblase und Entfernen von mehreren Steinen. Am Hilus zeigt sich eine breite Verklebung des Infundibulums zum Lig. hepatoduodenale, weswegen wir uns für Konversion entscheiden.
Oder der gesamte Oberbauch ist massiv verklebt. Weder die Gallenblase noch die Leber können gesehen werden. Der Magen klebt an der Bauchdecke. Deshalb Entscheid zur Konversion.
In Rücksprache mit dem/der Pat. haben wir die Indikation für eine offene Cholecystektomie gestellt. Der/Die Pat. wurde über den Eingriff, den postop. Verlauf sowie mögliche Komplikationen ausführlich aufgeklärt und erklärte sich sowohl mündlich als auch schriftlich mit dem Eingriff einverstanden. Die chirurg. Aufklärung liegt unterschrieben vor.
Narkose:
In Intubationsnarkose
In Allgemein(intubations)narkose
Lage:
Intubierter Patient in Rückenlage
Desinfektion und steriles Abdecken
Steriles Waschen und Abdecken
Team time out (TTO) ohne Auffälligkeiten
Antibiotikumprophylaxe mit Tazobac oder es ist bereits am laufen
Hierzu subkostaler Hautschnitt, ca. 2 Querfinger unterhalb des Rippenbogens
Subkostale Inzision und Eingehen nach intraabominal.
Wiedereröffnung der alten medianen Laparotomie z.B. im Oberbauchbereich, eventuell Erweiterung der Inzision bis nach xyphoidal.
In Intubationsnarkose erfolgt im rechten Oberbauch eine subcostale Hautincision.
In Intubationsnarkose wird bei tastbarer, tumoröser Verhärtung im rechten Oberbauch eine subkostale Hautincision durchgeführt.
Präparation durch die Faszienschicht
Eröffnung der Bauchhöhle
Installation des Extraktors/Retraktors
Platzierung/Setzen des Retraktors und Einstellung des Situs.
Exposition des Situs mit Retraktor.
Adhäsiolyse vom rechten Oberbauch
Omentum wird von der Bauchdecke gelöst
Adhäsiolyse vom Magen und Colon
Lösen der Gallenblase von der Bauchdecke
Lösen der Gallenblase vom Omentum, welche deutlich entzündlich und nekrotisch verändert sein kann mit eventuell Gallenblasenempyem.
Ausgedehnte Adhäsionen zur vorderen Bauchdecke und zur Leberunterfläche werden gelöst.
Dabei zeigt sich die Gallenblasenwand …, also Gallenblase beschreiben.
Z.B. Die Gallenblase ist massiv prall und kann nicht evertiert werden. Deshalb werden mittels Punktionsnadel insgesamt rund 150 ml acholische Galle abgesaugt. Anschliessend kann die Gallenblase gefasst und evertiert werden.
Zunächst müssen noch omentale Verwachsungen zur Leber hin gelöst werden. Nun ist eine bessere Exposition möglich.
Lösen der Gallenblase aus dem Leberbett
Scharfes Herausschneiden des Fundus aus dem Leberhilus.
Die A.cystica wird geklippt oder ligiert und durchtrennt
Der Ductus cysticus wird identifiziert und nach doppelter Ligatur durchtrennt
Oder der Ductus cysticus wird mittels Umstechungsligatur und Hämolock verschlossen
Darstellung des D. cysticus. Absetzen desselben über Durchstechung mit Prolene und Ligatur mit Ethibond
Die Gallenblase wird zur histologischen Aufarbeitung abgegeben
Abgabe der Gallenblase zur histologischen Analyse.
Das Gallenblasenbett zeigt selber keine Auffälligkeiten
Es erfolgt die Hämostase und Spülung
Evtl. Tachosil ins Gallenblasenbett
Es wird das Oberbauch gespült.
Einlegen eines eines flachen Silikondrains in das Foramen Winslowi.
Eine 15er Blakedrainage wird an die Absetzungsstelle gelegt
Einlage einer 19er Blake-Drainage im Leberhilus
Einbringen einer 19-er Blake-Drainage ins Leberbett
Kontrolle des Duodenalbereiches und des Quercolons, die keine Auffälligkeiten zeigen.
Danach wird der Bauchraum nach Kontrolle der Tücher und Streifen wird verschlossen.
Zweischichtiger Verschluss der Bauchdecke
Zweischichtiger Verschluss der Laparotomie mit PDS-Loop.
Bauchdeckenverschluss mit 2 PDS-Loops
Sowie Faszienverschluss im Bereich der 12mm Trokare
Faszienverschluss supra/infraumbilikal
Das Peritoneum wird mit Vicryl im Fortlauf verschlossen, wobei einpaar Einzelknopfnähte werden lateral im Bereich des M. Obliques externus abdominis durchgeführt.
Die Muskelschicht wird mit Monomax im Fortlauf verschlossen.
Subkutane Nähte
Hautverschluss mit Klammern.
Schutzverband
Ernährung: Ab 4h postoperativ schluckweise trinken
Tee / Suppe / Joghurt
Evtl. Antibiose mit z.B. Tazobac weiter
Blake/Silikondrain belassen und auf Sog / Easy Flow belassen
Heparin 5000 I.U. oder Enoxaparin 2000 I.U. s.c. ab 6h postoperativ wenn kein Hinweis auf Blutung.
Klammernaht-Entfernung in 12 Tagen
Morgen Labor (inkl. Gerinnung und Cholestaseparameter)
Histologie abwarten und weiterverfolgen
Definition: Subvesikale Gallenwege sind aberante Gallenwege (Lutschka-Gang) und sie sind oft die Ursache postoperativer Cholaskos.
Einteilung:
Typ 1: Segmental/sektoral: Drainiert rechts posterioren Lebersegmente
Typ 2: Akzessorisch: Drainiert rechts posterioren/anterioren Lebersegmente
Typ 3: Hepatikocholezystisch: Ein Gang drainiert direkt in die Gallenblase
Typ 4: Aberrant: Netz teils blind endende kleine Gallenwege im Gallenblasenbett