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Colon tumors

Tumore des Dickdarms Benigne Tumoren des Dickdarms Kolonpolypen, Kolon- und RektumadenomDefinition: Ein Polyp ist eine Vorwölbung der Schleimhaut in das Darmlumen, eben hier ein Kolonpolyp.Poliposis coli: Genetisch bedingtes, vermehrtes Auftreten von Polypen im Darmbereich.Häufigkeit: > 60-Jährige 20-40% Polypen im KolonUrsachen für Darmpolypen: Falsche Ernährung, ungünstige Lebensgewohnheiten, Übergewicht, Bewegungsarmut, langjähriges Rauchen, Diabetes mellitus, chronisch-entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn bedingt), Genetik.…

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Benigne Tumoren des Dickdarms

Kolonpolypen, Kolon- und Rektumadenom

Definition: Ein Polyp ist eine Vorwölbung der Schleimhaut in das Darmlumen, eben hier ein Kolonpolyp.

Poliposis coli: Genetisch bedingtes, vermehrtes Auftreten von Polypen im Darmbereich.

Häufigkeit: > 60-Jährige 20-40% Polypen im Kolon

Ursachen für Darmpolypen: Falsche Ernährung, ungünstige Lebensgewohnheiten, Übergewicht, Bewegungsarmut, langjähriges Rauchen, Diabetes mellitus, chronisch-entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn bedingt), Genetik.

Symptome: Kleine Polypen haben meistens keine Symptome, größere können dagegen Blutungen oder Verschleimung im Stuhl aber auch Durchfall oder Obstipation (Unregelmässigkeit im Stuhlgang) verursachen, Unterbauchschmerzen.

Diagnose: Kolonoskopie sowie Hämoccult ab dem 50 Lebensjahr alle 10 Jahre empfohlen. Bei Beschwerden (Blut im Stuhl, unklare Bauchschmerzen, Stuhlgangveränderungen) Koloskopie in jedem Alter empfohlen.

Einteilung:

Hamartome

Hyperplastischer Polyp

Adenome

1-) Hamartome: Atypische Ausdifferenzierung vom Keimmaterial

Familiär juwenile Polypen = juvenile polyposis coli: Polypen mit 20-60% bösartige Entartungsrisiko

Peutz Jeghers Syndrom (Mutation in STK11-Gen): Polypen mit 2-3% bösartige Entartungsrisiko

Cowden-Syndrom, multiple Polyposis

2-) Hyperplastischer Polyp:

Ein Drittel aller Dickdarmpolypen

Kein Entartungsrisiko, jedoch besteht bei hyperplastischen Polypose ein erhöhtes Entartungsrisiko.

Haben noch Gewebeeigenschaften des ursprünglichen Gewebe

3-) Adenome:

Zwei Drittel aller Dickdarmpolypen

2/3 der Adenome im Rektosigmoid sowie bis Colon descendens sind es 90% aller Adenome.

Wachsen sehr langsam (1 mm pro Jahr)

Es besteht ein bösartiger Entartungsrisiko

Adenome sind Neoplasien, die die Eigenschaften des Ursprunggewebes teilweise oder ganz verloren haben.

Einteilung:

Villös: eher breitbasig, zottenförmig, 15-30% bösartige Entartungsrisiko

Tubulär: häufigste, gestielt, 5-10% bösartige Entartungsrisiko

Tubulovillös: Gemischte

Sessile serratiert: flach und breit

Präkanzerosen

Präkanzeröse Läsion (Intraepitheliale Neoplasie(Dysplasie)): Neoplastische Epithelveränderungen durch zunehmende Atypie, das sind 80% aller Polypen.

Gering: Low-grade intraepithelial neoplasia

Mittel: Low-grade intraepithelial neoplasia

Schwer: High-grade intraepithelial neoplasia

Wenn die Zellen dann die dann die Lamina muscularis mucosa durchbrechen bis in Submukosa und gehen damit in ein invasives Karzinom über.

Familiäre Adenomatose Polypose (Autosomal-dominant):

Häufigkeit 1:10000

Symptome: Blutungen und Schleimabgang

Über 100 Polypen

Bis zum 45 Lebensjahr fast 100%iges Karzinomrisiko (obligate Präkarzerose), daher Vorsorge ab dem 10. Lebensjahr.

Prophylaktische Proktokolektomie mit ileoanalem Pouch im 20. Lebensjahr.

Juwenile Polypose

Peutz Jeghers Syndrom

Cowden-Syndrom

Colitis ulcerosa

Morbus Crohn

Schistosomiasis

Z. n. Ureterosigmoideostomie

Cronkhite-Canada-Syndrom (CCS): Genetische Erkrankung mit zahlreichen Polypen im Darm.

Andere benigne Dickdarmtumore:

Lipome

Fibrome

Leiomyome

Neurinome

Hämangiome

Diagnose

Anamnese

Familiär

Klinik

Digital rektale Untersuchung

Rektosigmoidoskopie

Koloskopie

Endosonographie: Infiltrationstiefe beurteilt

Genetische Untersuchungen

Differentialdiagnosen:

Kolonkarzinom

Endometriose

Hämorrhoiden

Therapie und Procedere: Polypen werden gleich bei der Dickdarmspiegelung entfernt und histologisch angeschaut:

EMR (Endoskopische Mukosaresektion)

ESD (Endoskopische Submukosadissektion)

Vollwandexzision

Transanale endoskopische Abtragung miitel Diathermieschlinge

Bis 3 cm gestielte Polypen möglich

Transanale endoskopische Mikrochirurgie

Sicherheitsabstand bei Adenom 5mm, bei Karzinomverdacht 15mm

Wenn Stiel tumorinfiltriert OP

Wenn Resektion nicht möglich OP mit Kolotomie oder Darm-Segmenresektion und End-zu-End-Anastomose

Bei neoplastischen Polypen regelmässige Darmspiegelungen (Adenom kleiner als 1cm, Koloskopie 3 Jahren. Wenn größer als 1 cm in 6 Monaten, wenn o.B. dann in 5 Jahren), bei tubulärem Adenom Kontrollkoloskopie in 5 Jahren, bei villösen oder HGD (high grade dysplasia) in 3 Jahren. Bei Karzinom in 1 Jahr, bei unvollständiger Entfernung in 3 Monaten. Bei St. N. Rektumkarzinom Kolonoskopie in 6 Monaten. Positive Familienanamnese ab 40 Lebensjahr oder 10 Jahre vor dem familiär jüngstem Erkrankungsalter, dann alle 5 Jahre.

Prognose: Durch Polypektomie sehr gut

Kolorektales Karzinom

Definition: Bösartiger Tumor des Dickdarms.

Inzidenz 35/100 000

deutlich mehr als in Entwicklungsländern

3,4/100000 in Nigeria.

Ab dem 40 Lebensjahr verdoppelt sich die Inzidenz von Jahrzehnt zu Jahrzehnt

m:w = 3:2

30% zum Zeitpunkt der Diagnose nicht kurativ resektabel. Etwa die Hälfte entwickelt ein Lokalrezidiv oder Metastasen.

Symptomatik:

Tumor lange Zeit asymptomatisch

60% der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose bereits im Stadium III oder IV

Stuhlgangveränderungen

Diarrhoe

Obstipation

Blut- und Schleimauflagerungen am Stuhl

Blutabgang

Blähungen

Obstipation-Durchfall im Wechsel

Gewichtsverlust

Abnahme der körperlichen Leistung

Hypochrome Anämie mit Blässe

Tastbarer Tumor im Abdomen

Ileus

Perforation

Blutung

Ätiologie:

Sporadisch (80%): Umwelt, Ernährung

Fett-, cholesterinreiche (fetthaltige) und ballaststoffarme Ernährung

Stuhlmenge reduziert

Stuhltransit-Zeit verlängert

Konzentration fäkaler Karzinogene erhöht

Erhöhter Stuhl-pH

Erhöhter Fleischkonsum: Heterozyklische Amine und Nitritverbindungen erhöht

Übergewicht

Verminderte Aufnahme von Obst und Gemüse und Vollkornprodukte

Verminderte Aufnahme von Vitamin C, E und Karotinoiden gegen freie Radikale

Wenig Kalziumzufuhr: Ungenügende Gallensäuren-Salzkoplexe und erhöhter Gallensäurekonzentration

Bewegungsarmut

Alkohol

Familiäre Faktoren (15%):

3 Fach erhöhtes Risiko für Krebsentwicklung

Vererbte Gene

Schädigende Umweltfaktoren

Genetisch (5%):

Aktivierung von Onkogenen (KRAS Mutationen)

Inaktivierung von Tumorsuppressorgenen (Mutattion/Deletion des APC-, p53-, DCC-Gens, …)

Einteilung:

Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)

Karzinomentwicklung 100% bis zum 45 Lebensjahr

Indikation zur prophylaktischen kompletten Proktokolektomie

Hereditäres nichtpolypöses Kolonkarzinom (HNPCC, Syn. Lynch-Syndrom, familäres Krebssyndrom)

Karzinomentwicklung 80-90%

Autosomal dominant

Erhöhte Risiko auch für andere Krebsarten wie

Endometriumkarzinom

Ovarialkarzinom

Magenkarzinom

Dünndarmkarzinom

Pankreaskarzinom

Gallenwegskarzinom

Ureterkarzinom

Nierenbeckenkarzinom

Glioblastom

Muir-Torre-Syndrom

Autosomal dominant

HNPCC mit Hauttumoren

Adenom-Karzinom Übergang: Ca. 10-35 Jahre dauern, hängt ab von:

Größe der Polypen

> 1 cm

Typ der Polypen

Villös > Tubulovillös > tubulär

Entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa

Morbus Crohn

Ruhr

Differentialdiagnosen

Hämorrhoiden

Appendicitis

Divertikulitis

Adenome

Morbus Crohn

Colitis ulcerosa

Intestinale Lymphome

Tuberkulose des Darms

Pneumatosis coli

Diagnose

Anamnese

Klinische Untersuchung

Labor

Tumormarker

CEA

CA 19-9

CA 50

CA 125

HL-6-Antigen

Hämoccult

Koloskopie

Biopsie

Endosonographie

Sonographie

Thorax-Röntgen

CT

MRT

Molekulargenetische Untersuchungen

Auch bei Kindern

Immunhistochemie und Molekularbiologie OP-Präparat

Komplikationen

Akutes Abdomen

Perforation

Obstruktion / Ileus

Invagination

Fistel / Einbruch zu anderen Organen

Kompression

Ureterstenose

Miktionstörungen

Potenzstörungen

Metastasen

Lymphknoten

Leber

Peritoneum

Lunge

Skelett

Nebenniere

Ovar

Gehirn

Einteilung

Einteilung nach Lokalisation:

Appendix

Zökum

Colon ascendens

Flexura hepatika

Colon transversum

Flexura lienalis

Colon descendens

Colon sigmoideum

Rektum (ab dem dritten Sakralwirbel)

Makroskopische Einteilung:

Polypoid: metastasieren später und seltener

Plattenartig

Ulzerierend

Diffus infiltrierend: metastasieren frühzeitig und häufiger

Insulilär

Zirkulierend

Histologische Einteilung:

Adenokarzinome (70%)

Tubulär

Papillär

Papillo-tubulär

Muzinöses Adenokarzinom:

20% der Fälle

Ausgeprägte extrazelluläre Verschleimung (über 50% des Tumors)

Siegelringzellkarzinom:

Aus Siegelringzellen (über 50% des Tumors) mit Anhäufung von Schleim intrazellulär (Sekretionsstörung), hohe Malignitätsgrad

Undifferenziertes Karzinom (10%)

Adenoakanthom

selten

Plattenepithelkarzinom

selten

Grading

Hoch differenziert: Niedriger Malignitätsgrad (G1) – lokale Therapie (endoskopisch oder chirurgisch)

Mittel differenziert: Niedriger Malignitätsgrad (G2) – lokale Therapie (endoskopisch oder chirurgisch)

Niedrig differenziert: Hoher Malignitätsgrad (G3)

Undifferenziert: (G4)

TNM-Stadium

T-Stadium

Tis: Carcinoma in situ

T1: Submucosa

T2: Muscularis propria

T3: Serosa und perikolisches Fettgewebe

T4: Über dem Peritoneum viszerale (T4a), Nachbarorgane infiltriert (T4b)

N-Stadium

N1: Metastasen in 1-3 regionären LK

N1a: 1 LK

N1b: 2-3 LK

N1c: Komplette metatatische LK perikolisch/perirektal

N2: Mehr als 4 regionäre LK

N2a: 4-6 LK

N2b: >= 7 LK

M-Stadium

M1: Fernmetastasen

M1a: 1 Organ befallen

M1b: mehrere Organe befallen

M1c: Metastasen im Peritoneum

Staging laut UICC

Aus Residualtumor- und TNM-Klassifikation

Stadium 0: Tis,N0,M0 (Carcinoma in situ)

Stadium I: T1,T2,N0,M0 (Mukosa/Submukosa)

Stadium II: T3,T4,N0,M0 (Perikolisch/rektales Fett)

Stadium IIA: T3,N0,M0

Stadium IIB: T4a,N0,M0

Stadium IIC T4b,N0,M0

Stadium III: Jedes T,N0,N2,M0 (LK-Metastasen)

Stadium IIIA: T1,T2,N1,M0 oder T1,N2a,M0

Stadium IIIB: T1,N2a,M0

Stadium IIIC: T4a,N2a,M0 oder T3,T4a,N2b,M0 oder T4b,N1,N2,M0

Stadium IV: Jedes T, Jedes N, M1a, M1b (Fernmetastasen)

Stadium IVA: Jedes T,Jedes N,M1a

Stadium IVB: Jedes T, jedes N,M1b

Residualtumorklassifikation

R0: Kein Residualtumor

R1: Mikroskopischer Residualtumor vorhanden

R2: Makroskopisch Residualtumor vorhanden (Auch z.B. Lebermetastasen)

DUKES-Klassifikation

DUKES A: Mucosa (T1) + Submucosa (T2)

DUKES B: perikolisches perirektales Fettgewebe (T3-T4)

DUKES C: Lymphknotenmetastasen (N1-N2)

C1: regionäre (perirektale, mesenteriale) Lymphknoten

C2: paraaortale Lymphknoten

DUKES D: Fernmetastasen (M1)

Therapie

Operation

90% der Patienten

Resektion von Tumor und Lymphabflussgebiete

Tumor am Zökum und Colon ascendens

Hemikolektomie rechts mit Anatomose des ileoterminalen Endes mit Colon transversum (Ileotransversostomie)

Tumor am Colon transversum

Komplette transversusektomie mit beiden Kolonflexuren (Aszendodeszendostomie)

Evtl. auch Colon ascendens oder Colon descendens je nach Tumorlage

Tumor im Sigma

Resektion von Sigma und Colon descendens mit Anastomose Colon transversum mit Rectum (Transversorectostomie)

Multiple Karzinome im Kolon

Kolektomie (Ileorectostomie)

FAP

Komplette Proktokolektomie (Ileoanostomie)

OP-Bericht

Perioperative Antibiose

Mediane Laparotomie

Unterbindung von zentralen Tumorarterien und -venen

Tumor nicht schneiden

Mobilisierung und Präparation des Mesokolons mit den Lymphknoten

Abschneiden an beiden Enden

Anastomosierung der beiden Enden

Postoperatives Procedere

Infusionstherapie für ca. 5 Tage

Nahrungsaufbau gemäss Schema

Chemotherapie

Adjuvante Chemotherapie ab Stadium III

Fluoruracil

Folinsäure

Evtl. mit Irinotecan oder Oxaliplatin

Oder

Monotherapie mit Capecitabin p.o.

Oder

Trifluridin/Tipiracil

Neoadjuvante Chemotherapie

5-FU

Oxaliplatin

Monoklonale Antikörper

Adjuvant ab Stadium III

Palliativ

OP bei Ileus mit evtl. Kolostomie

Chemotherapie

Evtl. Bestrahlung

Nachsorge:

R0-Resektion Staging bis Ib: Weitmaschige Nachsorgekontrollen

Nach 6 Monaten

Anamnese

Körperliche Untersuchung

Sonographie

Labor sowie Tumormarker

Nach 1 Jahr

Rö-Thorax nach 1 Jahr

Nach 2 Jahren

Koloskopie

R0-Resektion Staging bis IIIc: Regelmäßige Nachsorgekontrollen

Aspirin verlängert das Gesamtüberleben

Prophylaxe

Ab 50. Lebensjahr:

Jährlich

Anamnese

Digital rektale Untersuchung

Hämoccult

Ab 55. Lebensjahr

Koloskopie und danach nochmal nach 10 Jahre

Entfernung aller Polypen

Vermeidung der oben genannten Risikofaktoren

HNPCC: AB 25 Lebensjahr Krebs-Früherkennungsprogramm

Koloskopie

FAP: Ab 10. LebensJahr

Rectosigmoidoskopie

Proktokolektomie zwischen 18-22 Lebensjahr

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