Definition: Eine Entzündung des Körpers durch eine bakterielle Infektion der oberen Harnwege.
Meist liegt eine Abflusshindernis (wie z.B. Prostatahyperplasie, Nierenstein, bösartiger Tumor oder angeborene Fehlbildung (Striktur)) vor, welche eine Harnstauung und Bakterienübertritt in die Blutbahn verursacht. Prädisponierende Faktoren: Zystennieren, Schwangerschaft, Zuckerkrankheit und Urin-Dauerkatheter.
Die Bakterien gelangen in die Blutbahn und verursachen eine Sepsis (Blutvergiftung) Endotoxine freigesetzt (grammpos. Bakterien) oder tote Bakterien (grammneg. Bakterien) Endothelschädigung endotoxinbedingter septischer Schock mit Flüssigkeitsaustritt, Ödembildung, Kreislauf- und Organversagen: Lunge-, Niere- und Leber-Blutungen.
Labor: Leukozytose, Thrombopenie, Gerinnungsstörungen
Blutkultur mit Erregerbestimmung
Desobstruktion: Operativ zur Reduktion der Keimkonzentration: Harnleiterschienen bei Harnstauung, Abszess Drainage, Harnkatheter bei Harnverhalt.
Herdsanierung.
Antibiotische Therapie, wenn möglich mit zielgerichtet mit einem Antibiogramm.
Flüssigkeit
Überwachung
Unbehandelt kann es innerhalb einiger Stunden oder Tage zum Tode führen.
Sepsis ohne Schock Letalität von 13%, Sepsis mit Schock Letalität von 28%, Schock nach Sepsis eine Letalität von 43%.
