2018
Definition: Wenn Stoffe bzw. Verbindungen im Harn in der Niere, in den ableitenden Harnwegen oder in der Blase auskristallisieren und Steine bilden.
Meistens sind es Kalziumoxalatsteine (70-80%), danach folgen Harnsäuresteine (15-20%), Magnesiumphosphatsteine (10%), Zystinsteine (1%).
Steine sind unterschiedlich gross von kleinen stecknadelkopf-grossen bis das ganze Nierenbecken füllende Steine.
Klinik: Solange Steine nicht keine Harnstauung verursachen und/oder nicht in die Harnleiter gelangen verursachen sie keine Schmerzen.
Symptome: Nierenkolik, Schmerzen, Harnstauung.
Flüssigkeitsmangel.
Begünstigende Faktoren:
Erbliche Faktoren
Ernährung (Harnsäure, Gicht)
Harnstauung durch Narben, Fehlbildungen oder Verengungen,
Geringe Trinkmenge
Gewichtsreduktion
Harnwegsinfekt sowie verschiedene Stoffwechselerkrankungen spielen eine Rolle bei der Entstehung.
2-3% der Bevölkerung leidet an Nierensteinen.
Männer sind doppelt so häufig betroffen als Frauen und häufiger als Kinder
Klinische Untersuchung
Urinuntersuchung
Röntgen-Untersuchung
Ultraschall
Computertomographie
Analgesie bei Nierenkolik.
Beseitigung einer Harnstauung.
Bei grösseren Steinen in Harnleiter kann man einen Pigtail einlegen.
Entzündungen des Nierenbeckens mit Pyelonephritis
Harnstauungsnephrose (Hydronephrose)
Blutungen
Niereninsuffizienz
Nierensteine können erneut wieder auftreten (30%).
Steinmetaphylaxe vermindert die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Steiner.
Wichtig dabei ist die langfristige strenge Diät, Änderung der Lebensgewohnheiten, ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Keine einseitige Ernährung
